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Jorge Lorenzo gibt zu, dass Yamaha langsamer als erwartet ist

Yamaha hat in Aragon Rückstand: Jorge Lorenzo rätselt, warum er langsamer als im Vorjahr und beim Test ist - Eine andere Abstimmung könnte die Lösung sein

Nach dem Freitagstraining an Aragon waren Sorgenfalten bei Yamaha zu sehen. Obwohl der japanische Hersteller noch nie in Alcaniz gewonnen hat, rechnete man sich Chancen aus, Honda herauszufordern. Die Zahlen des zweiten Freien Trainings waren nüchtern: Jorge Lorenzo hatte als Siebter knapp sieben Zehntelsekunden Rückstand. Der zweifache MotoGP-Champion nimmt sich deshalb kein Blatt vor den Mund: "Wir sind langsamer als erwartet, das stimmt. Im Moment sind aber alle Yamaha-Fahrer langsam."

"Ducati ist hier auch ohne den weichen Hinterreifen schnell. Es ist also nicht nur Marc schnell. Ich weiß nicht, ob sie konstant genug sind, um im Rennen um das Podest zu kämpfen. Sie sind aber stärker als sonst", hat Lorenzo das italienische Werksteam auf der Rechnung. Im Moment ist Yamaha kein Podestkandidat. "Wir sind langsamer als erwartet, langsamer als im Vorjahr und langsamer als beim Test", spricht Lorenzo die Lage klipp und klar an. "Es fehlt eine Sekunde."

"Das Motorrad funktioniert in einigen Aspekten nicht so gut, wie es sollte. Wir müssen jetzt verstehen, wie wir diese Probleme lösen können." In Aragon ist Honda traditionell stark und Marc Marquez ist der klare Favorit. Dazu kommt, dass die Yamaha-Fahrer nicht die Stärken des Motorrades ausspielen können. "Ich weiß nicht, ob es eine Honda-Strecke ist. Sie sind auf allen Strecken schnell, auf manchen besser, auf anderen weniger."

"Aragon liegt ihnen sicher", so Lorenzo. "Austin ist auch eine Strecke, die für uns sehr schwierig ist. Die Kombination Marc und Honda funktioniert derzeit sehr gut. Wir sind eben auf einem Kurs, der uns weniger liegt. Normalerweise sind wir hier okay aufgestellt, aber heute war es nicht gut." Wie kann es aber sein, dass Yamaha plötzlich nicht mehr an die eigenen Rundenzeiten der Vergangenheit herankommt?

Das hat viel mit dem Setup der M1 zu tun: "In den vergangenen vier Rennen haben wir Abstimmungen ausprobiert, die sich vom Vorjahr unterschieden. Das hat vor allem in der Bremsphase sehr gut funktioniert", sagt Lorenzo. "Es scheint aber, dass es auf dieser Strecke nicht funktioniert. Wir haben für morgen aber einige Ideen und werden auch die alte Abstimmung ausprobieren."

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