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In Silverstone musste Valentino Rossi gegen Andrea Dovizioso kämpfen

Andrea Dovizioso schafft mit Ducati das, was Valentino Rossi nicht gelungen ist: Rossi ist von den Fortschritten seines Ex-Teams nicht überrascht

Andrea Dovizioso ist auf dem besten Wege, mit Ducati in der MotoGP Erfolge zu feiern. Weder Marco Melandri, Nicky Hayden, Valentino Rossi oder Cal Crutchlow kamen mit wenigen Ausnahmen dauerhaft der Spitze nahe. Vor allem Dovizioso hat in den vergangenen Wochen aus eigener Kraft um das Podest gekämpft. In Silverstone fuhr der Italiener das komplette Rennen mit Rossi (Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda) mit. Es kam kein Einbruch und kein Rückfall. Im Ziel betrug "Dovis" Rückstand auf den Sieger weniger als zehn Sekunden.

Anschließend bestätigte der Ducati-Werksfahrer in Misano diese Leistung, jagte Pedrosa bis ins Ziel um die Strecke und verpasste das Podest nur hauchdünn. Nur fünf Sekunden fehlten in San Marino auf den Sieger. Und nun rollte Ducati die GP14.2 in Aragon aus der Garage. Dovizioso markierte am Freitag die Bestzeit natürlich auch mit Hilfe des weicheren Open-Hinterreifens für eine schnelle Runde. Auch wenn der Italiener betont, dass die grundlegenden Probleme des Motorrades immer noch vorhanden sind, hat Ducati in den vergangenen Monaten deutliche Fortschritte geschafft.

Im Hintergrund hat sich bei Ducati im Vergleich zu den beiden Rossi-Jahren viel verändert. Ist Rossi dennoch überrascht, dass sein ehemaliges Team wieder zu alter Stärke findet? "Eigentlich nicht. Ducati hat sich in den vergangenen Rennen deutlich gesteigert. Außerdem haben sie auch den weichen Reifen, der viel hilft", spricht Rossi die Reglementsvorteile an. "Dovizioso und Iannone fahren aber auch sehr gut."

"Bei der Pace sind sie aber auf unserem Level. Das große Problem ist, dass nur Honda konstant 1:48er-Runden fahren kann." Rossi rechnet deshalb nicht damit, dass Ducati das Rennen in Aragon aus eigener Kraft gewinnen kann. "Auf der Geraden war die Ducati schon immer schnell, aber jetzt haben sie die Motorcharakteristik bei niedrigen Drehzahlen verbessert", ist Rossi aufgefallen. "Dass sie auch mehr Benzin verwenden dürfen, macht auch einen großen Unterschied, denn ihr Motor läuft von unten heraus ruhiger."

"Im Qualifying ist der weiche Reifen ebenfalls ein großer Vorteil, deshalb sind sie immer vorne dabei." Ist Ducati aber zu erfolgreich, würden ihnen die weichen Reifen weggenommen und Schrittweise der Kraftstoff für das Rennen eingeschränkt werden. Bei drei Podestplätzen gibt es die ersten Einschränkungen. Allerdings gibt Rossi zu bedenken: "Sie brauchen noch zwei Podestplätze, denn Assen war ein Regenrennen. Es ist eine merkwürdige Regel."

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