vergrößernverkleinern
Marc Marquez fuhr im Qualfying am Ende wieder einmal in seiner eigenen Liga

Marc Marquez hat sich die Pole-Position in Aragon gesichert und den Rest des MotoGP-Feldes deklassiert - Dani Pedrosa und Andrea Iannone in Reihe eins

Weltmeister Marc Marquez hat sich die Pole-Position für den Grand Prix im MotorLand Aragon gesichert. Der Honda-Werksfahrer entzauberte bei seinem Heimrennen in Spanien die Konkurrenz mit seiner ersten schnellen Runde und war um sieben Zehntelsekunden schneller als der Rest der Welt. Doch dann fuhr plötzlich sein Teamkollege Dani Pedrosa schneller und schnappte sich Platz eins. Marquez war gefordert und konnte auch noch zulegen. In seiner letzten schnellen Runde blieb die Stoppuhr bei 1:47.187 Minuten stehen.

Damit war der Weltmeister schließlich um 0,362 Sekunden schneller als Pedrosa. Die elfte Pole-Position in dieser Saison war im Sack. "Auf dem ersten Reifen fühlte ich mich gut und setzte eine gute Zeit", sagt Marquez und zeigt sich von Pedrosa überrascht: "Ich hatte nicht erwartet, dass Dani oder ein anderer noch einmal schneller sein würden. Auf dem zweiten Reifen habe ich dann etwas mit Andrea gespielt. Aber in der letzten Runde habe ich dann gepusht."

"Der erste Sektor war schwierig, weil der Reifen zu kalt war. Aber anschließend konnte ich 100 Prozent geben und holte mir die Pole. Jetzt müssen abwarten, wie das Wetter morgen wird." Somit musste sich Pedrosa einmal mehr hinter Marquez anstellen: "Ich lag kurze Zeit auf der Pole-Position. Ich fuhr auf dem zweiten Reifen eine wirklich gute Runde und bin mit dieser Performance sehr zufrieden", sagt Pedrosa. "Normalerweise bin ich im Qualifying nicht so stark, aber trotzdem stehe ich in der ersten Reihe. Das wird morgen im Rennen wichtig sein. Hoffentlich werde ich gut starten."

Dovizioso stürzt, Iannone in Reihe eins

Ducati erlebte ein durchwachsenes Qualifying, denn mit dem weicheren Open-Hinterreifen zählten Andrea Dovizioso und Andrea Iannone zu den Kandidaten für die Pole-Position. Dann kam aber alles anders. Dovizioso stürzte in seinem zweiten Versuch von der neuen GP14.2. Deshalb wurde der Italiener bis auf Rang neun zurückgereicht. Besser machte es Iannone, der ebenfalls eine neue GP14.2 zur Verfügung hat.

Der Pramac-Pilot katapultierte sich auf Rang drei und wird zum vierten Mal aus der ersten Reihe angreifen. "Ich freue mich, denn es ist im Hinblick auf den Start sehr wichtig", sagt Iannone. "Außerdem bin ich glücklich, weil ich auf dem Motorrad ein gutes Gefühl habe. Allerdings hat mir der weiche Reifen eindeutig bei dieser Rundenzeit geholfen. Trotzdem freue ich mich auf morgen und hoffe auf ein gutes Rennen." Für eine positive Überraschung sorgte Cal Crutchlow, der keine neue Ducati in seiner Box hat. Der leidgeprüfte Brite fuhr wie aus dem Nichts auf den fünften Startplatz.

Schwieriges Qualifying für Rossi

Ein schwieriges Qualifying erlebte Yamaha. Die beiden Werksfahrer mussten sich von Pol Espargaro die Butter vom Brot nehmen lassen. Der Tech-3-Pilot setzte sich mit Platz vier in Szene. Das war sein zweitbestes Qualifyingergebnis in der MotoGP. Jorge Lorenzo hatte Mühe und wurde mit einer Sekunde Rückstand Siebter. Einen schwierigen Tag rettete Valentino Rossi, denn am Ende schaffte es der Misano-Sieger als Sechster in die zweite Startreihe.

Da Rossi in den Freien Trainings nur Elfter war, musste er im Qualifying in Q1 antreten. Das entpuppte sich als schwierige Angelegenheit. Zunächst fuhr der Superstar mit dem härtesten Hinterreifen auf die Strecke und markierte nur mit einer Zehntelsekunde Vorsprung die Bestzeit. Er musste noch einmal mit dem weicheren Reifen auf die Strecke gehen. Rossi stellte in Q1 schließlich auch die Bestzeit auf und zog somit ins Q2 ein, wo er Lorenzo um zwei Hundertstelsekunden aus der zweiten Startreihe verdrängte.

Der Deutsche Stefan Bradl (LCR-Honda) klassierte sich hinter dem Yamaha-Duo als Achter. Aleix Espargaro (Forward-Yamaha) und Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) belegten die Plätze zehn und elf. Smith stürzte allerdings von seiner Yamaha und konnte keinen zweiten Versuch fahren. Aleix Espargaro war wütend auf Hector Barbera (Avintia), denn Barbera zerstörte Espargaro die schnelle Runde. Eigentlich zählte Barbera zu den positiven Überraschungen des Qualifyings.

Erstmals hat der Spanier im Avintia-Team eine Open-Ducati zur Verfügung. In Q1 hängte sich Barbera an das Hinterrad von Rossi und ließ sich zu Platz zwei ziehen. Damit stieg Barberta ins Q2 auf. Dort fuhr er allerdings keine gezeitete Runde und stand eben Aleix Espargaro im Weg herum. In Q1 blieb Yonny Hernandez (Pramac-Ducati) als Dritter hängen. Der große Verlierer war Alvaro Bautista (Gresini-Honda), der sich in seinem zweiten Versuch nicht steigern konnte.

Schließlich wurde Bautista als Fünfter auch noch von Hiroshi Aoyama, der eine Open-Honda fährt, geschlagen. Scott Redding (Gresini-Honda) wird den Grand Prix als 16. in Angriff nehmen. Nicky Hayden (Aspar-Honda) qualifizierte sich bei seinem Comeback als 18. In den Schlussminuten von Q1 stürzte Karel Abraham von seiner Cardion-Honda. Der Grand Prix über 23 Runden startet am Sonntag wie gewohnt um 14:00 Uhr MESZ.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel