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Maverick Vinales holte sich in Aragon seinen zweiten Moto2-Sieg

Maverick Vinales gewinnt sein Heimrennen in Aragon und feiert seinen zweiten Saisonsieg - "Tito" Rabat baut mit Platz zwei seine WM-Führung aus

Moto3-Weltmeister Maverick Vinales (Kalex) ist der beste Moto2-Rookie in dieser Saison, denn bei seinem Heimrennen im spanischen Alcaniz lieferte der Pons-Pilot eine überzeugende Vorstellung ab. Vinales dominierte und kontrollierte das Rennen im MotorLand Aragon und feierte nach Austin seinen zweiten Sieg in der mittleren Klasse. Im WM-Duell der beiden Marc-VDS-Teamkollegen behielt "Tito" Rabat die Oberhand und kletterte als Zweiter auf das Podest. Da Mika Kallio nur Siebter wurde, vergrößerte sich Rabats WM-Vorsprung auf 33 Punkte.

Das Rennen stand aber ganz im Zeichen von Vinales. Von der Pole-Position aus lieferte sich der nächstjährige Suzuki-Werksfahrer in der MotoGP zunächst ein Duell mit Kallio, bis er sich schließlich durchsetzte und an der Spitze einsam seine Runden drehte. "Es war sehr schwierig", sagt Vinales dennoch. "Tito war hinter mir und er war so schnell. Aber am Ende konnte ich tiefe 54er-Zeiten fahren. Es war ein tolles Rennen. Ich hatte zwar nicht viele Kämpfe, die ich genießen konnte, aber für mich war es ein perfektes Rennen."

Hinter Vinales ging es in der Verfolgergruppe heiß her. In der siebten Runde kam es einmal zu einem beinharten Duell der beiden Marc-VDS-Teamkollegen, von dem auch andere Fahrer profitierten. Gegen Rennhälfte setzte sich Rabat in dieser Gruppe durch und nahm die Verfolgung von Vinales auf. Er konnte die Lücke von rund zwei Sekunden nicht schließen und kam als Zweiter ins Ziel.

Rabat hatte keine Chance, Vinales einzuholen. "Nein, das war heute unmöglich, ganz besonders bei den Bedingungen. Zu Beginn des Rennens war es noch etwas nass, mehr konnte ich nicht herausholen", sagt der WM-Favorit. "Ich gab mein Bestes, aber es war sehr schwierig, die anderen Fahrer zu überholen. Trotzdem bin ich bei diesen Bedingungen noch Zweiter geworden, damit bin ich sehr, sehr zufrieden."

Spannend ging es im Duell um den letzten Podestplatz zu. Tom Lüthi (Suter) und Johann Zarco (Caterham-Suter) zeigten ein sehenswertes Duell mit vielen Überholmanövern. Am Ende setzte sich der Franzose durch und kletterte als Dritter auf das Podium. Lüthi musste sich mit Rang vier zufrieden geben, obwohl dem Schweizer im Ziel nur 0,157 Sekunden auf das Podest fehlten. "Ich bin sehr, sehr glücklich", freut sich der Franzose. "Ich habe das ganze Rennen hart gekämpft. Zu Beginn war ich in einer großen Gruppe und konnte anschließend lange den dritten Platz halten. Lüthi holte mich zwar ein, aber in der letzten Runde habe ich mir dieses Podium erkämpft."

Der Italiener Franco Morbidelli (Kalex) zeigte in Aragon sein bisher stärkstes Rennwochenende und wurde mit Platz fünf belohnt. Dominique Aegerter (Suter) kämpfte stellenweise um den zweiten Platz, aber in der zweiten Rennhälfte fiel der zweite starke Schweizer zurück und fuhr als Sechster ins Ziel. Hinter Kallio duellierten sich Jordi Torres (Suter) und Sam Lowes (Speed Up) um den achten Platz. Am Ende behielt der Spanier die Oberhand.

Strafe gegen Folger

Bester Deutscher wurde Marcel Schrötter, der mit seiner Tech 3 den zehnten Platz nach Hause fuhr. Sandro Cortese (Kalex) kämpfte gegen Hafizh Syahrin (Kalex) um Position elf. Allerdings unterlag der Ex-Weltmeister in diesem Duell und wurde Zwölfter. Die letzten WM-Punkte für die Ränge 13 bis 15 gingen an Luis Salom (Kalex), Ricard Cardus (Tech 3) und Takaaki Nakagami (Kalex). Für Jonas Folger (Kalex) war es erneut ein Tag zum Vergessen. Wegen eines Frühstarts bekam der Deutsche eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt.

Kopfschüttelnd fuhr Folger durch die Boxengasse, obwohl die Wiederholung eindeutig zeigte, dass er beim Start zu früh losgerollt war. Am Ende wurde der 21-Jährige 22. Die beiden Schweizer Robin Mulhauser und Randy Krummenacher (beide Suter) kamen als 26. und 27. ins Ziel. Der nächste Grand Prix findet am 12. Oktober in Japan (Motegi) statt.

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