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Aleix Espargaro schaffte es als erster Open-Pilot auf ein MotoGP-Podium

Dank der richtigen Taktik landet Aleix Espargaro in Aragon auf dem Podium - Ein Zwischenfall mit Cal Crutchlow hätte ihn aber beinahe noch um den Erfolg gebracht

Aleix Espargaro hat es als erster Open-Pilot bei einem MotoGP-Rennen auf das Podium geschafft. Der Spanier wechselte sein Motorrad beim Flag-to-Flag-Rennen in Aragon vor allen anderen Piloten und verschaffte sich dadurch den entscheidenden Vorteil. In der letzten Kurve wurde es allerdings noch einmal eng und er wäre im Kampf um Rang zwei um ein Haar von Cal Crutchlow abgeräumt worden.

"Ich konnte absolut nichts sehen. Ich konzentrierte mich nur auf die Gerade und war sehr konzentriert, denn die Strecke war sehr rutschig", schildert Espargaro den Vorfall und ergänzt: "In der letzten Kurve hörte ich eine Maschine hinter mir und ich dachte mir schon, dass es eine Ducati war. Ich dachte deshalb, dass er mich locker überholen würde."

"Ich fuhr meine Arme etwas aus und so berührten wir uns, weshalb er nicht schalten konnte. Ich hatte Glück, denn andernfalls hätte er mich problemlos überholt. Ich bin sehr glücklich über diesen zweiten Platz", sagt Espargaro mit einem großen Lachen. Und auch für Crutchlow ist die Berührung kein Thema mehr. "Ich konnte auch nichts sehen, also hätte ich Aleix fast erwischt", berichtet der Ducati-Pilot.

"Er sagt, wenn ich ihn getroffen hätte, dann hätte er mich umgebracht. Aber ich denke, wenn das passiert wäre, dann wären unsere Motorräder trotzdem noch im Ziel gelandet", sagt der Brite mit einem Lächeln und ergänzt: "Ich fuhr im dritten Gang über die Ziellinie, hätte aber eigentlich im fünften Gang sein sollen." Ohne die Berührung hätte er die Forward-Yamaha wohl noch hinter sich gelassen.

Espargaro ist "wirklich stolz"

"Ich bin wirklich stolz auf dieses Rennen", erklärt Espargaro weiter und ergänzt: "Es war nicht einfach, denn im Vergleich zu gestern hatten wir das Setup des Motorrads komplett geändert. Im Warmup konnten wir es aber nicht ausprobieren, also war es im Rennen eine große Überraschung. Ich fühlte mich aber wirklich gut. In Kurve drei berührte Bradley (Smith; Anm. d. Red.) mich, ich kam von der Ideallinie ab und beendete die erste Runde als Letzter."

"Ich arbeitete mich danach wieder so weit wie möglich nach vorne und nach zehn oder zwölf Runden war ich schon Sechster, was bei trockenen Bedingungen fantastisch war. Dann regnete es Runde für Runde mehr und wir wurden immer langsamer. Auf der Gegengeraden war der Regen sogar noch stärker. Da dachte ich, dass es der beste Moment wäre, um an die Box zu fahren."

"Es regnete seit dem Start und hörte nie ganz auf. Es regnete nur ein bisschen, aber es wurde immer mehr", berichtet Espargaro und fügt abschließend hinzu: "Ich wechselte das Motorrad eine Runde vor allen anderen und das war der Schlüssel, um auf dem Podium zu landen. Ich bin wirklich stolz, denn wir waren etwas cleverer als die anderen. In Assen holten wir so die Pole und hier das Podium."

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