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Andrea Dovizioso ist mit dem weichsten Hinterreifen ein Kandidat für die Pole

Ducati hat beim Trainingsauftakt in Motegi den japanischen Werksteams die Suppe versalzen. Andrea Dovizioso montierte in den Schlussminuten des zweiten Freien Trainings den weichen Open-Hinterreifen, der in Motegi der Mischung extra-soft entspricht, und brannte die mit Abstand schnellste Runde des Tages in den Asphalt. Dovizioso wurde in seiner schnellsten Runde mit 1:45.140 Minuten gestoppt und war damit um vier Zehntelsekunden schneller als die Konkurrenz. Damit hat sich Dovizioso für das Qualifying auch in eine Favoritenrolle für die Pole-Position gebracht.

Der extra-weiche Hinterreifen verfälschte die Hackordnung, denn bevor Dovizioso diesen Reifen aufzog, war Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo auf der Honda-Hausstrecke der Schnellste. Der Spanier, der zuletzt in Aragon seinen ersten Saisonsieg gefeiert hat, beendete das Training schließlich als Zweiter, 0,440 Sekunden hinter Dovizioso. Vor den Augen der Honda-Bosse setzte sich Stefan Bradl (LCR-Honda) stark in Szene und fuhr die drittschnellste Zeit. Damit war der Deutsche auch der beste Honda-Fahrer.

Das Werksteam hatte am Freitag kleinere Probleme. Vor allem in den Bremsphasen hatten Dani Pedrosa und Marc Marquez Schwierigkeiten. Der Weltmeister stürzte außerdem zu Beginn des Vormittagstrainings in Kurve fünf. Im Ergebnis war Pedrosa auf Rang vier und Marquez auf Rang sechs zu finden. Marquez hatte in seiner schnellsten Runde schon acht Zehntelsekunden Rückstand. Zwischen das Honda-Duo schob sich Valentino Rossi (Yamaha) auf Platz fünf.

Interessant waren die Reifenexperimente bei Yamaha. So probierte Rossi einmal vorne die harte Mischung und hinten die weiche Mischung aus. Honda fuhr in erster Linie vorne mit der Mischung medium und hinten mit soft. Yamaha zeigte sich auf dem "Stop-and-Go"-Kurs konkurrenzfähig, denn auch das Tech-3-Duo Pol Espargaro und Bradley Smith fuhr in die Top 10. Die beiden Ducati-Fahrer Andrea Iannone und Cal Crutchlow wurden Neunter und Zehnter.

Somit waren in den Top 10 mit Bradl und dem Werksduo nur drei Honda-Fahrer zu finden. Große Mühe hatten die Honda-Production-Racer. Vor allem bei der Beschleunigung aus den Haarnadeln heraus fehlte die Motorleistung. Lokalmatador Hiroshi Aoyama, dessen Zukunft ungewiss ist, war als 15. der schnellste Mann mit einer RCV1000R. Allerdings stürzte der Japaner fünf Minuten vor Ablauf der Zeit in Kurve eins. Das Qualifying beginnt am Samstag um 07:10 Uhr MESZ.

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