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Marc Marquez hat in Motegi seinen zweiten MotoGP-Titel sichergestellt

Nach der erfolgreichen Titelverteidigung spricht der 21-Jährige über die Saison 2014, seine Gegner und erklärt, warum es so wichtig ist, den Moment zu genießen

Die Würfel sind gefallen: Marc Marquez ist der alte und der neue Weltmeister. Beim Rennen in Motegi reichte dem Spanier ein zweiter Platz, um den Titel drei Rennen vor dem Ende der Saison erfolgreich zu verteidigen. Marquez kann ohne Druck in die Rennen auf Phillip Island, in Sepang und Valencia gehen. Seine Gegner und Fans überhäuften den zweifachen MotoGP-Weltmeister nach dem geschichtsträchtigen Erfolg mit Glückwünschen.

Frage: "Du bist der alte und neue Weltmeister und hast die Glückwünsche deiner Kollegen entgegen genommen. Wann begreift man richtig, dass die WM entschieden ist?"

"Doch in dieses Jahr hatte ich Druck. Ich versuchte, den Druck zu handeln und lieferte eine starke erste Saisonhälfte ab. In der zweiten Saisonhälfte konnte ich durch den großen Vorsprung bei den Rennen in Misano und Aragon mehr Risiko eingehen. Das ist eine Sache, die ich für das kommende Jahr gelernt habe. Man versucht immer, sich zu verbessern. In diesem Jahr habe ich immer gelacht, doch es war schwierig, dieses Niveau und diese Konzentration zu halten. Die Leute haben große Erwartungen. Dieser Druck war sehr hoch."

Frage: "Du hast dich mit den Seriensiegen selbst etwas unter Druck gesetzt. Das hat den Druck sicher erhöht, oder?"

"In einer Saison leistet man sich mindestens einen oder zwei Fehler, weil es ein sehr langer Zeitraum ist. Wir haben das gut hinbekommen. Wir haben aber auch eine sehr gute Unterstützung von Honda erhalten. Das war wichtig, um die Motivation im Team zu erhalten. Die Stimmung in der Box war sehr entspannt und nicht so ernst. Dank ihnen habe ich den Titel geholt."

Frage: "Du hast dir vor dem Beginn der Saison das Bein gebrochen. Das war kein einfacher Start in die Saison 2014."

Frage: "Es ist dein vierter WM-Titel. Bis zu Valentino Rossi fehlen nur noch fünf Titel. Du legst eine beeindruckende Karriere hin."

Frage: "Wann hast du die Samurai-Szene einstudiert?"

Frage: "Honda konnte in Motegi bisher nie die Meisterschaft sicherstellen. Das gelang lediglich Yamaha und Ducati. Was bedeutet dir dieser Meilenstein?"

Frage: "Viele Fahrer waren in diesem Jahr beeindruckt von deinen Leistungen. Welchen Unterschied sieht du zwischen dem Marc Marquez der Saison 2014 im Vergleich zum Marc Marquez der 2013er-Saison?"

"Honda stellte mir ein Chassis bereit, das noch besser zu meinem Fahrstil passt. Wir können uns aber weiter steigern. Ich war in der Vorsaison sehr konzentriert. Trotz der Verletzung war ich bei den ersten Rennen sehr fokussiert. Ich sah, dass mit mehr Erfahrung alles einfacher ist. Es war nicht mehr alles neu. Wir hatten aus dem Vorjahr Vergleichswerte und kannten die Geheimnisse für gute Rundenzeiten. In der zweiten Saisonhälfte habe ich trotzdem viel gelernt."

Frage: "Gehst du nach der erfolgreichen Titelverteidigung gelassener in die ausstehenden Rennen? Was möchtest du bei den drei noch zu fahrenden Rennen erreichen?"

"Man konnte im TV sehen, dass ich nicht wie gewohnt fuhr, vor allem in der ersten Runde. Ich hatte in der ersten Kurve etwas Angst. Viele Fahrer sind vorbeigezogen, weil ich zu zeitig bremste. Doch das ist normal. Ich bin auch nur ein Mensch und spüre den Druck. Es war schwierig zu Rennbeginn. Ich war sehr steif. Doch dann kam ich besser zurecht. Ich dachte, Valentino führt das Rennen an. Ich vergaß Jorge komplett. Ich achtete nur auf Valentino."

"Ich wollte sieben, acht Runden vor Rennende vorbeigehen und dann den Vorsprung verwalten, um die WM zu gewinnen. Ich wusste, dass Jorge stark ist. Unter normalen Umständen hätte ich zu Beginn sicher stärker gepusht und ihn verfolgt. Doch das war heute nicht mein Ziel. Ich weiß, dass Yamaha in Phillip Island sehr stark ist. Dennoch werde ich versuchen, die übrigen Rennen zu gewinnen."

Frage: "Vielleicht ist es ein bisschen zu zeitig, aber wie schauen deine Pläne für 2015 aus?"

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