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Motorrad-Legende Mick Doohan gewann in seiner Karriere 54 Rennen für Honda

Der fünffache 500er-Weltmeister ist überzeugt, dass die Weltmeisterschaft durch die Umstellung zu den Viertaktern nicht an Wert verloren hat

Als die 990er-Viertakter in der Saison 2002 das Zepter übernahmen, trauerten zahlreiche Nostalgiker den Zweitaktern hinterher, die ab der Saison 2003 aus der Königsklasse komplett verschwunden waren. Die Viertakter ermöglichten elektronische Fahrhilfen und erleichterten laut den Kritikern das Fahren. Obwohl die Motorräder mehr Leistung hatten, waren sie einfacher zu fahren.

Für Mick Doohan, der von 1994 bis 1998 die 500er-WM gewann, ging durch das neue Reglement ab 2002 nichts vom Charme der Serie verloren. "Nein, das ist nicht so. Das Qualifying ist nun deutlich enger als es am Ende meiner Karriere war. Das ist eine Verbesserung", stellt er im Gespräch mit 'Crash.net' fest. Der Australier stellt klar, dass die 500er, die immer den Ruf als unzähmbare Biester weg hatten, gegen Ende der 1990er viel fahrbarer wurden.

Im Vergleich zu den 1980ern waren die 500er umgänglicher: "Im Laufe meiner Karriere wurde die Fahrbarkeit der Zweitakter immer besser. Dadurch rückten die Fahrer enger zusammen", erinnert sich Doohan. Dass nur wenige Fahrer Chancen auf den Sieg haben, stört den 49-Jährigen aber: "In den Rennen können nach wie vor nur zwei oder drei Fahrer vorne um den Sieg kämpfen. Ich denke nicht, dass sich beim Wettbewerb so viel verändert hat."

"Ich denke, es würden die gleichen Fahrer gewinnen, egal ob sie Zwei- oder Viertakter fahren", fügt Doohan hinzu und stellt sich hinter die Entscheidung der Verantwortlichen, auf Viertakter zu wechseln, die in der Serie schon lange vor der Saison 2002 die Zweitakter verdrängt hatten. "Der Sport ändert sicht. Man kann nicht an alten Technologien festhalten. Es ist beeindruckend, wie Rossi, Lorenzo und Marquez fahren, egal welches Motorrad sie bewegen", so Doohan.

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