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Jorge Lorenzo hat seit Indianapolis mehr Punkte als jeder andere Fahrer gesammelt

Jorge Lorenzo hat zu seiner Form zurückgefunden und peilt WM-Platz zwei an - Phillip Island sollte ihm und der Yamaha liegen

Marc Marquez hat sich am vergangenen Wochenende in Japan den WM-Titel gesichert, doch der Mann der Stunde ist Jorge Lorenzo. Seit der Sommerpause wurde der Yamaha-Werksfahrer viermal Zweiter und zuletzt zweimal in Folge Erster. Hätte die WM erst in Indianapolis begonnen, würde Lorenzo die Wertung mit 130 Punkten anführen. Marquez kam im gleichen Zeitraum nur auf 87 Punkte. Nun wartet an diesem Wochenende der schnelle Kurs auf Phillip Island. Im Vorjahr hieß der Sieger Lorenzo.

Die schnelle und flüssige Strecke sollte in der Theorie der Yamaha M1 entgegenkommen. Allerdings stapelt Lorenzo tief. "Wir müssen die nächsten Wochen abwarten. Jedes Jahr ist anders. Die Performance der Motorräder und der Fahrer kann sich ändern. Im Vorjahr war ich hier stark. Vielleicht bin ich es morgen aber nicht", sagt er vor dem ersten Trainingstag. "Deshalb muss man abwarten."

"Theoretisch sollte Phillip Island unserem Motorrad passen, dagegen Malaysia weniger. In Valencia ist es so so. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, muss man eine Siegermentalität haben und versuchen, immer zu gewinnen. Motegi ist eine Honda-Strecke, aber wir haben gewonnen. Wir können auch in Malaysia und in Valencia gewinnen." Obwohl sich Lorenzo zurückhaltend zeigt, ist er dank der jüngsten Erfolge gut gelaunt.

Die Formkrise von der ersten Saisonhälfte ist überwunden. "Wir mussten alle Puzzlestücke zusammenfügen. Jetzt sind die Teile beisammen, ich bin konkurrenzfähig und stark. Die Resultate sind vorhanden", sagt Lorenzo voll Selbstvertrauen. "Natürlich wird es nicht einfach, weitere Rennen zu gewinnen, denn vier Fahrer sind stark. Mein Level ist im Moment sehr hoch und konstant. Deshalb werde ich versuchen, hier zu gewinnen."

Offen ist auch noch der Dreikampf um die Vize-WM. Lorenzo hat nur drei Punkte Rückstand auf Valentino Rossi und Dani Pedrosa. Alles ist möglich. "Platz zwei in der MotoGP ist eine sehr gute Position. Natürlich bin ich hier, um zu gewinnen, weil ich schon Weltmeister war. Wenn man nicht Weltmeister werden kann, dann ist Platz zwei das beste Ergebnis", so der Spanier. Er hält außerdem fest: "Sollte ich das schaffen, dann bin ich sechs Jahre in Folge Erster oder Zweiter. Das ist mein Ziel. Sollte es nicht klappen, wäre der dritte Platz auch nicht so schlecht."

"Für mich ist es immer besonders, hier zu sein. Ich liebe Melbourne und Sydney. Auch die Szenerie auf Phillip Island ist sehr schön. Es ist wahrscheinlich die speziellste Strecke im Kalender, denn es ist eng, aber sehr schnell. Wahrscheinlich ist es die schnellste Strecke im Kalender. Für mich ist es immer eine Freude, hier zu fahren. Die Strecke liegt der Yamaha und meinem Fahrstil. Deshalb freue ich mich morgen auf das erste Training."

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