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"Tito" Rabat eroberte seine neunte Pole und ist der große Rennfavorit

"Tito" Rabat sichert sich auf Phillip Island den besten Startplatz, aber Johann Zarco ist nur einen Tick langsamer - Kallio Dritter, Lüthi und Cortese in Reihe zwei

Favorit Esteve "Tito" Rabat hat seine neunte Pole-Position der Saison erobert, doch im Qualifying auf Phillip Island (Australien) ging es enger zu als nach den Freien Trainings gedacht. Johann Zarco (Caterham-Suter) konnte sein Tempo für eine schnelle Runde erhöhen und kam Rabats Bestzeit von 1:32.470 Minuten bis auf 15 Tausendstelsekunden nahe. Trotz der knappen Niederlage wird der Franzose zum dritten Mal in Folge aus der ersten Reihe angreifen. Diese komplettierte Mika Kallio, der unbedingt auf das Podium kommen muss, um die Titelentscheidung noch hinauszuzögern.

Bester Schweizer war Tom Lüthi (Suter) als Fünfter. Der Deutsche Sandro Cortese (Kalex) eroberte Startplatz sechs in der zweiten Reihe. Tech-3-Pilot Marcel Schrötter schaffte es als Zehnter in die Top 10. Im Mittelpunkt steht an diesem Wochenende wieder das Marc-VDS-Stallduell Rabat gegen Kallio. Sollte Rabat gewinnen und Kallio kommt nicht in die Top 3, dann ist der Spanier bereits vorzeitig zum ersten Mal Weltmeister.

Rabat hat die Favoritenrolle inne, denn in den Freien Trainings war seine konstante Longrun-Pace bis zu einer halben Sekunde schneller als jene der Konkurrenz. An den WM-Titel denkt der Spanier derzeit nicht: "Nein, momentan freue ich mich einfach über das Wochenende. Ich werde morgen mein Bestes geben, um das Rennen zu gewinnen. Mika ist hier sehr stark und Zarco auch."

Kallio muss Rabat im Rennen besiegen

Sein Teamkollege Kallio war im Qualifying um 0,228 Sekunden langsamer. "Der Plan ist es, mindestens zwei Positionen vor ihm (Rabat; Anm. d. Red.) zu landen", lacht der Finne nach dem Qualifying. Er weiß, dass Rabat im Training stärker war: "Er ist sehr stark und konstant und pusht sehr hart. Er macht keine Fehler, also wird es schwierig werden, ihn zu schlagen."

"Aber natürlich ist das unser Ziel, deswegen sind wir hier. Ich bin mit unserer Arbeit heute zufrieden und die erste Reihe ist ein gutes Ergebnis für uns. Schritt für Schritt bauen wir wieder Selbstvertrauen auf. Nach diesen zwei Stürzen war es nicht einfach, wieder auf das Motorrad zu steigen", spricht Kallio die gestrigen Ausrutscher an. "Ich dachte, dass es noch schmerzvoller sein würde, aber letztendlich war es gar nicht so schlimm. Ich denke, wir sind bereit für das Rennen."

In das Stallduell wollen sich am Sonntag noch weitere Fahrer einmischen. Neben Zarco zählt auch Maverick Vinales (Kalex), der sich als Vierter qualifizierte, zu den Podestkandidaten. Während Vinales in diesem Jahr schon zwei Siege gefeiert hat, wartet Zarco noch auf seinen ersten großen Erfolg in der Moto2-Klasse. Für die Verfolger ist der WM-Titel sekundär. "Darüber denke ich heute noch nicht nach", so Zarco.

Cortese in Reihe zwei

Der Franzose steigerte sich an den beiden Trainingstagen deutlich. "Am Freitag lief es mit dem Sturz sehr schlecht. Am Nachmittag hatte ich dann kein Gefühl auf dem Motorrad. Aber wir haben mit dem Team gute Arbeit geleistet und heute morgen war das Gefühl schon besser", sagt Zarco zuversichtlich. "Der zweite Platz ist sehr schön und wichtig für morgen. Ich will einen guten Start hinlegen und gleich um die Führung mitkämpfen. Tito ist sehr stark. Wenn ich im Rennen an ihm dran bleiben kann, wäre das eine gute Leistung."

Motegi-Sieger Lüthi war ebenfalls in Schlagdistanz, denn dem Suter-Piloten fehlten nur 0,287 Sekunden auf Rabat. Auch Cortese präsentierte sich auf eine seiner Paradestrecken wieder stark und fuhr in die zweite Reihe. Die Plätze sieben bis neun in der dritten Startreihe gingen an Sam Lowes (Speed Up) und die zwei Suter-Fahrer Jordi Torres und Xavier Simeon. Lowes war in den Schlussminuten in der Honda-Haarnadel in einen Unfall mit Thitipong Warokorn (Kalex) verwickelt.

Das Tech-3-Duo Schrötter und Ricard Cardus folgte auf den Positionen zehn und elf. Jonas Folger (Kalex) hatte sieben Zehntelsekunden Rückstand und landete auf Startplatz 14. Nach zuletzt zwei schwierigen Wochenenden meldete sich Randy Krummenacher (Suter) mit Rang 15 im Mittelfeld zurück. Dominique Aegerter (Suter) landete auf einem für ihn enttäuschenden 16. Platz. Rookie Robin Mulhauser (Suter) war als 33. lediglich schneller als Wildcard-Starter Max Croker (Suter). Der Grand Prix über 25 Runden startet am Sonntag um 05:20 Uhr.

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