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Bradley Smith schaffte es auf Phillip Island erstmals in der MotoGP auf das Podium

Bradley Smith profitiert von zahlreichen Stürzen und schafft es erstmals in seiner MotoGP-Karriere auf das Podium - Bradl hätte sein Rennen fast vorzeitig beendet

Im ersten Moment nach der Zieldurchfahrt hatte Bradley Smith selbst gar nicht gemerkt, dass er soeben das beste Ergebnis seiner MotoGP-Karriere eingefahren hatte. Erst kurze Zeit später wurde dem Briten bewusst, dass er es erstmals auf das Podium geschafft hatte. Zu verdenken hat er dies allerdings auch zahlreichen Stürzen, unter anderem dem seines ehemaligen Teamkollegen Cal Crutchlow.

"Ich habe es noch immer nicht ganz realisiert. Man träumt immer von seinem ersten Podium und fragt sich, wie es sich anfühlen würde", freut sich Smith und berichtet: "Es hat mich einfach komplett umgehauen, diese ganzen Fans auf der Zielgeraden. Normalerweise bin ich zu diesem Zeitpunkt in der Garage und höre nur die spanische oder italienische Hymne. Da oben zu stehen und mit Yamaha ein Teil davon zu sein, ist schon ziemlich cool."

Für den Brite war es ein "merkwürdiges Rennen. Mein Start war gut und ich wollte gleich zu Beginn des Rennens pushen. Aber ich war viel zu aggressiv, machte einige Fehler und wäre drei- oder viermal fast gestürzt. Ich musste etwas ruhiger werden und fand mich dann in einer großen Gruppe von fünf oder sechs Leuten wieder. Es fühlte sich an wie in einem Moto3-Rennen. Alle überholten sich immer wieder gegenseitig."

Um ein Haar wäre sein Rennen allerdings schon vorzeitig vorbei gewesen. "Ich hatte Glück, dass ich Stefan (Bradl; Anm. d. Red.) sehen konnte. Ich merkte, dass er wirklich schnell von hinten kam. Dann fuhr er in Aleix hinein und hätte mich und Andrea (Dovizioso) fast auch noch mitgenommen", schildert der Tech-3-Pilot den Zwischenfall.

"Da hatte ich etwas Glück und konzentrierte mich anschließend darauf, Pol (Espargaro) zu überholen. Er stürzte direkt vor mir und ich glaube, dass Cal das in der letzten Runde auch passierte. Ich konnte es nicht genau sehen, also kam ich über die Ziellinie und sah auf der Anzeigetafel, dass ich Dritter war. Ich dachte mir, dass das nicht stimmen könnte."

"Aber außer mir waren nur Valentino und Jorge da, also musste es wohl doch stimmen. Es ist ein besonderer Moment für mich, da es mein erstes Podium ist. Ich bin jetzt auch wieder am sechsten Platz in der Weltmeisterschaft dran und das sollte unser Ziel für die verbleibenden zwei Rennen sein. Das wäre ein schönes Ende für die Saison", so Smith.

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