vergrößernverkleinern
Eugene Laverty hat einen sehr anpassungsfähigen Fahrstil

Cal Crutchlow und Michael Laverty loben die Anpassungsfähigkeit von Eugene Laverty und trauen dem MotoGP-Aufsteiger in der kommenden Saison einiges zu

Aufsteiger aus der Superbike-WM werden in der MotoGP meist besonders kritisch beobachtet. Cal Crutchlow war der bisher letzte Pilot, der den Aufstieg von den seriennahen Maschinen zu den Prototypen meisterte. Die Liste der gescheiterten Piloten ist lang. In der kommenden Saison steigen mit Loris Baz und Eugene Laverty gleich zwei Superbiker in die Königsklasse auf.

Laverty übernimmt bei Aspar den Platz von Hiroshi Aoyama und wird Teamkollege von Ex-Champion Nicky Hayden. In der kommenden Saison wird das Aspar-Team weiterhin Material von Honda beziehen, dürfte mit der RC213V-RS aber deutlich konkurrenzfähiger sein als mit der lahmen RCV1000R, der die Spitzenleistung fehlt.

Doch wie wird Laverty mit der Grand-Prix-Maschine zurechtkommen? "Ich denke, Eugene wird gut zurechtkommen, weil das Chassis der Honda und die Bridgestone-Reifen sehr gut zu seinem Fahrstil passen", erklärt Bruder Michael Laverty den Kollegen von 'Crash.net'. "Er ist ein Fahrer, der oft nachdenkt und sehr methodisch vorgeht. Er kommt mit einem freien Kopf hierhin und sollte schnell lernen."

"Ich bin gespannt, was er auf einer konkurrenzfähigen Maschine erreichen wird. Ich bezweifle, dass es ein großer Nachteil ist, wenn man von den Superbikes kommt. Man lernt dort sehr viel über die Elektronik und das Chassis", stellt der PBM-Pilot klar. "Eugene ist ein anpassungsfähiger Fahrer. Er fährt beinahe den Moto2-Stil, der mit den Bridgestone-Reifen sehr gut harmoniert."

Bei Aspar nimmt man Laverty den Druck. Beim Nachsaisontest in Valencia wird der Nordire erstmals auf die Open-Honda steigen. "Wir erwarten beim ersten Test keine besonderen Dinge von ihm. Er muss Erfahrungen sammeln und die Reifen und Karbonbremsen kennenlernen. Das sind die größten Unterschiede zwischen einem Superbike und einer MotoGP-Maschine", weiß Teammanager Gino Borsoi. "Bei den beiden Malaysia-Tests im Februar werden wir besser verstehen, was er braucht und was er am Motorrad mag."

Ducati-Pilot Crutchlow begrüßt den Aufstieg in die MotoGP: "Ich freue mich, dass Eugene aufsteigt, weil es toll ist, wenn Fahrer aus der Superbike-WM kommen. Dort gibt es sehr viele Fahrer, die es ebenfalls verdient hätten, doch die meisten haben sich nicht auf das Risiko eingelassen. Deshalb ist es schön, dass zwei Fahrer diese Chance ergriffen haben", schildert der zukünftige LCR-Pilot.

"Ich denke, dass er gut zurechtkommen wird, weil er einen Fahrstil hat, der sehr gut zum MotoGP-Bike passt", bemerkt Crutchlow. "Ich bin viele Jahre gegen ihn gefahren. Es scheint, als ob er schnell lernt. Ich bin überzeugt, dass er anpeilt, bester Kunden-Honda-Pilot zu sein. Wir wissen, dass das Motorrad nicht weit hinter den Factory-Maschinen zurückliegen wird."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel