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Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo waren zu Saisonbeginn keine Gefahr für Marquez

Ex-MotoGP-Pilot Sete Gibernau bestätigt, dass Valentino Rossi Fortschritte erzielt hat und sieht bei Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa noch Potenzial

Nachdem Jorge Lorenzo seinen Titel nur knapp an Rookie Marc Marquez verlor, wollte der Yamaha-Werkspilot die MotoGP-Krone in der Saison 2014 wieder an sich reißen. Doch bereits bei den Wintertests wurde deutlich, dass Lorenzo Schwierigkeiten hat. Bei den ersten Rennen der Saison bestätigte sich dieser Eindruck. Landsmann Dani Pedrosa tat sich ebenfalls schwer, Marquez unter Druck zu setzen. Erst beim elften Rennen der Saison gelang Pedrosa der erste Saisonsieg.

MotoGP-Rentner Sete Gibernau ist der Meinung, dass Lorenzo und Pedrosa in dieser Saison nicht ihr volles Potenzial zeigen konnten. Dadurch hat es Marquez einfacher gehabt, zu Saisonbeginn von Sieg zu Sieg zu fahren. Doch für die Zukunft ist Gibernau optimistisch, dass es in der MotoGP wieder spannender wird. Der 41-Jähirge ist überzeugt, dass Lorenzo und Pedrosa in der kommenden Saison wieder konkurrenzfähiger sind.

"Ich muss gestehen, dass ich die MotoGP nicht besonders intensiv verfolge. Deshalb kann ich kein richtiges Urteil abgeben. Doch ich denke, dass Marc noch einen Schritt gemacht hat, während Jorge und Dani in diesem Jahr keine Fortschritte erzielen konnten. Dadurch gibt es diesen Rückstand", erklärt Gibernau auf der offiziellen Seite der MotoGP.

Der ehemalige Herausforderer von Valentino Rossi würdigt auch die Fortschritte seines ehemaligen Erzfeindes: "Ich denke, Valentino hat sich ebenfalls verbessert und sich neu erfunden", bemerkt Gibernau. "Jorge und Dani haben nicht das Niveau erreicht, zu dem sie auf Grund ihres Potenzials, Talents und ihrer Erfahrung fähig wären. Wenn Jorge und Dani wieder an ihre besten Leistungen anknüpfen könnten, hätten sie es Marc schwerer gemacht."

"Sie haben mehr Talent, als sie in dieser Saison zeigen konnten", stellt Gibernau fest. "Ich bin überzeugt, dass Jorge wieder an sein gewohntes Niveau heranreichen wird. Das gilt auch für Dani. Dann hätte Marc eine neue Herausforderung und würde sich in einer anderen Situation befinden als in dieser Saison. Das wäre gut für die Meisterschaft. Es wäre auch gut für Marc, weil er dann noch härter pushen würde, weitere Fortschritte erzielen würde und die anderen Fahrer noch mehr arbeiten müssten, um ihn einzuholen."

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