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Loris Baz wird im kommenden Jahr für Forward-Yamaha in der MotoGP fahren

Nach den Diskussionen in Katar steht Loris Baz nun vor der nächsten Herausforderung: In Valencia wird der Franzose erstmals die Forward-Yamaha testen

Die ersten Wintertestfahrten nach dem MotoGP-Saisonfinale in Valencia werfen ihre Schatten voraus. Zwei Fahrer, die in den vergangenen Tagen noch das Finale der Superbike-WM in Katar bestritten haben, werden mit Spannung erwartet. Eugene Laverty wird zu Aspar-Honda in die Königsklasse wechseln. Außerdem macht auch Loris Baz den gleichen Schritt. Nach drei Jahren bei Kawasaki dockt der Franzose im Forward-Yamaha-Team von Giovanni Cuzari an.

Baz wird in der kommenden Saison der Teamkollege von Stefan Bradl sein. "Ich werde das Motorrad nächste Woche testen. Ich möchte zeigen, dass die Superbike-Fahrer nicht langsam sind, und dass das Level hier sehr hoch ist. Es wird großartig", gibt sich Baz gegenüber 'WorldSBK.com' zuversichtlich. Bisher konnte noch kein Fahrer aus der Superbike-WM auch in der MotoGP Weltmeister werden.

In der jüngeren Vergangenheit gewannen die beiden Superbike-Weltmeister Troy Bayliss und Ben Spies jeweils nur ein MotoGP-Rennen. Colin Edwards gelang in seiner langen Karriere kein Sieg. Den letzten erfolgreichen Wechsel von der Superbike-WM in die MotoGP schaffte Cal Crutchlow. Der Brite hat sich in der MotoGP etabliert, wartet aber noch auf seinen ersten Triumph.

Baz ist ähnlich wie Crutchlow vor einigen Jahren noch ein junger Fahrer, der sich auf dem aufsteigenden Ast befindet. "Es wird für mich eine große Herausforderung. Es ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel, denn ich werde im nächsten Jahr erst 22 Jahre alt sein", betont Baz. Er kam über den Superstock-600 und 1000-Cup in die Superbike-WM und übernahm das Motorrad von Joan Lascorz, der seit einem Testunfall 2012 gelähmt ist.

Baz konnte 2012 und 2012 je ein Rennen in Silverstone gewinnen. Eine WM-Chance hatte er im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Tom Sykes nie. Mit einer Körpergröße von 1,92 Metern und einem Gewicht von 79 Kilogramm ist Baz theoretisch zu groß für die MotoGP. Zum Vergleich ist Bradl nur 1,70 Meter groß und bringt nur 63 Kilogramm auf die Waage. Wie sich Baz in der MotoGP schlagen wird, wird von vielen Seiten mit Spannung erwartet.

Der Franzose weiß, dass er sich auf ein großes Abenteuer einlässt. "Natürlich werde ich das Superbike-Fahrerlager vermissen, denn ich habe hier seit meinem Titel im Superstock-600-Cup im Jahr 2008 viele Erinnerungen. In diesem Fahrerlager hat man viele Freunde", sagt der 21-jährige. "Ich weiß nicht, ob das auch beim Fußball, der MotoGP oder in der Formel 1 der Fall ist. Es ist überall anders. Hier spreche ich mit Fahrern, gegen die ich auf der Strecke kämpfe. Ich weiß nicht, ob das auch bei der MotoGP der Fall sein wird. Diesen Punkt werde ich sicher vermissen."

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