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Marc Marquez schob sich in der Schlussphase an die Spitze

Der Weltmeister diktiert auch beim Trainingsauftakt in Valencia das Tempo - Jorge Lorenzo Zweiter, Valentino Rossi Fünfter - Suzuki mehr als zwei Sekunden zurück

Zum Trainingsauftakt in Valencia herrschten am Freitagvormittag perfekte Bedingungen. Die 24 Piloten konnten die Trainingszeit effektiv nutzen. Zu den 23 Stammpiloten gesellte sich mit Randy de Puniet ein Wildcard-Starter. Der Franzose leitet in Valencia das Comeback von Suzuki ein und ging mit der neuen GSX-RR erstmals an einem Rennwochenende auf die Strecke.

Im vergangenen Jahr lag die Bestzeit im ersten Freien Training bei 1:31.557 Minuten und wurde von Marc Marquez aufgestellt. Der Honda-Werkspilot sicherte sich auch bei der diesjährigen Auflage die Bestzeit. Die Uhr blieb bei 1:31.296 Minuten stehen. Damit war der 21-Jährige 0,193 Sekunden schneller als Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo, der die Wertung bis wenige Sekunden vor dem Ende des ersten Freien Trainings anführte.

Lorenzo gewann den Grand Prix vor einem Jahr und kommt in Valencia gut zurecht. Beim Saisonfinale möchte der Spanier noch die Vizemeisterschaft sicherstellen. Teamkollege Valentino Rossi reiste mit zwölf Punkten Vorsprung zum 18. Rennen der Saison, mag den Kurs in Valencia aber nicht besonders. Im ersten Training tat sich der Italiener schwer, konnte schlussendlich aber eine solide Rundenzeit fahren. Als Fünfter war Rossi 0,471 Sekunden langsamer als Marquez.

Forward-Pilot Aleix Espargaro und Honda-Werkspilot Dani Pedrosa schoben sich zwischen die beiden Werks-Yamahas. Auf Position sechs folgte Tech-3-Pilot Bradley Smith, der bereits mehr als sieben Zehntelsekunden zurücklag. Smith kämpft mit den Espargaro-Brüdern um Platz sechs in der Fahrerwertung. Auf Position sieben folgte mit Andrea Dovizioso der beste Ducati-Pilot. Im Vergleich zu den vergangenen Rennwochenenden konnten sich die Ducati-Piloten in Valencia noch nicht so gut in Szene setzen. Das Layout der Strecke passt nicht besonders gut zur Charakteristik der Desmosedici.

Einen starken Eindruck hinterließ Open-Ducati-Pilot Hector Barbera, der mit seiner Desmosedici die achtschnellste Zeit fuhr. Seit dem Wechsel zu Ducati hat der ehemalige 250er-Vizeweltmeister neue Motivation erlangt. Tech-3-Yamaha-Pilot Pol Espargaro und Ducati-Testfahrer Michele Pirro komplettierten die Top 10.

Enttäuschend verlief das erste Training für die Honda-Satellitenpiloten. LCR-Pilot Stefan Bradl erlebte einen durchwachsenen Start ins letzte Wochenende als Honda-Pilot. Der Deutsche belegte mit 1,248 Sekunden Rückstand nur Platz elf. Gresini-Pilot Alvaro Bautista traf es noch härter: Der Spanier konnte mit 1,415 Sekunden Rückstand nur Position 14 belegen. Zwischen den beiden Satelliten-Hondas sicherten sich die Ducati-Piloten Yonny Hernandez und Cal Crutchlow die Positionen zwölf und 13. Markenkollege Andrea Iannone meldete sich der Verletzungspause auf Position 15 zurück.

Viel Aufmerksamkeit erhielt Suzuki-Pilot Randy de Puniet. Der Franzose verpasste beim ersten Vergleich mit der Konkurrenz die Bestzeit um 2,049 Sekunden und belegte Position 16. De Puniet, der in der kommenden Saison in der Superbike-WM an den Start gehen wird, fuhr eine fehlerfreie Session und sammelte weitere Erfahrungswerte mit der neuen MotoGP-Suzuki.

Und auch bei Honda gab es etwas Neues: Aspar-Pilot Hiroshi Aoyama rückte erstmals mit der neuen Open-Maschine der Japaner aus. Anstatt der lahmen RCV1000R erhalten die Open-Teams in der kommenden Saison die RC213V-RS, die durch pneumatische Ventile deutlich mehr Spitzenleistung hat. Auf der Start/Ziel-Geraden war Aoyama mehr als zehn km/h schneller als Teamkollege Nicky Hayden mit der RCV1000R. Bisher konnte Aoyama das Potenzial der neuen Open-Honda aber noch nicht in gute Rundenzeiten umwandeln. Als 20. lag er 0,178 Sekunden hinter Hayden und war etwa drei Zehntelsekunden langsamer als Scott Redding.

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