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Stefan Bradl geht in Valencia nur von Platz zehn ins Rennen

Stefan Bradl hadert mit einem enttäuschenden Qualifying-Ergebnis beim Saisonfinale in Valencia - Probleme hatte er vor allem mit dem Vorderreifen

Stefan Bradl hat beim Qualifying zum Großen Preis von Valencia einen vorderen Startplatz verpasst. Mit einer Rundenzeit von 1:31.443 Minuten fehlten dem LCR-Honda-Fahrer genau sechs Zehntelsekunden auf die Spitzenzeit von Valentino Rossi, der sich kurz vor dem Ende noch die Pole-Position sicherte. Bradl geht damit aus der vierten Reihe von Startplatz zehn ins letzte Rennen der Saison 2014 - gleichzeitig das letzte mit seinem Team.

"Der Wind war eigentlich nicht mein Problem, sondern eher der zweite Reifen vom Qualifying", begründet Bradl seine enttäuschende Leistung: "Dadurch bin ich abgerutscht auf Platz zehn. Das ist natürlich schon bitter für morgen, weil ich merkt habe, dass ein, zwei Zehntelsekunden vielleicht schon für die zweite Reihe gereicht hätten. Aber es hilft nichts, wir müssen morgen von Platz 10 ins Rennen gehen."

Der Deutsche staunt, wie eng das Feld in Valencia zusammenliegt. So mache es schon einen gewaltigen Unterschied, ob man eine niedrige oder hohe 1:31.4er-Zeit fährt. "Das macht schon ein paar Plätze aus. Ich hatte mir ein bisschen mehr ausgerechnet und hätte mir eine bessere Ausgangsposition gewünscht, weil es auf dieser Strecke sicher schwierig ist zu überholen. Aber es ist trotzdem noch nichts verloren. Ich muss noch mal alles geben und schauen, dass ich mich nach vorne arbeiten kann."

Wegen eines schwierigen Freien Trainings musste Bradl zunächst die Hürde Q1 nehmen. Letztlich hatte er jedoch wenige Probleme und beendete die Session mit einer Rundenzeit von 1:31.506 Minuten als Schnellster vor Michele Pirro. "Wir hatten das Problem mit dem Vorderrad noch nicht ganz in den Griff bekommen heute Morgen. Wir hatten uns zwar schon verbessert, aber ich habe zu lange gezögert, auf den härteren Vorderreifen umzusteigen. Das war das Problem."

"Ich hätte mich locker für das Q2 qualifiziert, wenn ich einfach einen härteren Vorderreifen genommen hätte. Dann hätte ich über das Vorderrad mehr pushen können, aber mir hat ein bisschen das Vertrauen dazu gefehlt", gibt Bradl zu. Das Q1 sei Gott sei Dank kein Problem gewesen. Im finalen Showdown konnte sich der Honda-Fahrer nur noch minimal verbessern, da er sich mit einem Chattering-Problem beim zweiten Reifen herumquälte. Genügend Reifen hätte er eigentlich gehabt: "Wir haben nur einen benutzt im Q1, und die Aufteilung hat gut gepasst."

Was die Rennabstimmung angeht, ist Bradl zuversichtlich - auch was das Vorderrad angeht. "Das fühlt sich jetzt normal an, Gott sei Dank haben wir das hinbekommen. Die Pace ist in Ordnung. In denke, dass viele Leute ähnlich schnell sein werden, wenn man sieht, wie eng die Zeiten zusammen sind. Ausgangsposition zehn ist natürlich kein Traum, es wird schwierig. Aber in 30 Runden kann viel passieren, wir müssen uns durchkämpfen. Wir brauchen einen guten Start, und vielleicht kann ich in der Anfangsphase ein paar Leute überholen."

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