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Valentino Rossi und Casey Stoner lieferten sich 2008 ein packendes Duell
Valentino Rossi und Casey Stoner lieferten sich 2008 ein packendes Duell © Yamaha

Valentino Rossis beherzte Manöver beim Rennen in Laguna Seca vor sechs Jahren begeistern auch noch heute die MotoGP-Kollegen

MotoGP-Fans aus aller Welt erinnern sich meist sehr gern an das Rennen in Laguna Seca vor sechs Jahren. Nach zwei titellosen Jahren wollte Valentino Rossi in der Saison 2008 die MotoGP-Krone zurückgewinnen. Doch Weltmeister Casey Stoner hatte gute Chancen, seinen Titel zu verteidigen. Im Sommer gewann Stoner drei Rennen in Folge und setzte Rossi beim Traditionsrennen in Laguna Seca unter Druck.

In den Trainings deutete alles darauf hin, dass Stoner auch in Kalifornien unbesiegbar ist. Der Australier war in allen Freien Trainings deutlich schneller als Rossi, der zwischen sieben Zehntelsekunden und einer ganzen Sekunde pro Runde zurücklag. Im Qualifying verringerte Rossi den Rückstand auf 0,447 Sekunden. Doch im Warmup vergrößerte sich die Lücke auf etwa sechs Zehntelsekunden. Rossi und Stratege Jeremy Burgess tüftelten an einer Strategie fürs Rennen und trafen riskante Entscheidungen.

Beim Grand Prix versuchte Rossi, sich vor Stoner zu behaupten. Der Ducati-Werkspilot war von Rossis aggressiver Fahrweise überrascht und ließ sich in einen Fehler treiben. Rossi triumphierte und begann eine Siegesserie, die den Weg zum WM-Titel ebnete. Stoner hingegen verließ Laguna Seca als gebrochener Mann und leistete sich bei den Folgerennen grobe Fehler.

Iannone outet sich als Rossi-Fan

Bei den MotoGP-Kollegen hat das Laguna-Seca-Rennen der Saison 2008 Kultstatus. "Laguna Seca 2008 war eines der aufregendsten Rennen der vergangenen Jahre. Es ist noch immer eines der schönsten Rennen", betont Andrea Iannone, der ein großer Fan von Rossi ist, auf der offiziellen Seite der MotoGP. "Seitdem ich sechs Jahre alt war, schaute ich die MotoGP-Rennen im TV. Damals fuhr Valentino bereits in der 125er-WM. Er war damals der Fahrer, den ich am meisten mochte. Ich genoss es sehr, ihm beim Fahren zuzusehen - nicht nur wegen der Rennen sondern auch wegen der Show danach."

Und auch Pramac-Pilot Yonny Hernandez schwärmt von Laguna Seca 2008: "Ich habe ziemlich spät damit angefangen, die Rennen zu verfolgen. Doch eines Rennen der besten Rennen genoss ich besonders: Laguna Seca 2008, als Rossi gegen Stoner kämpfte. Zu diesem Zeitpunkt fuhr ich noch nicht in der Weltmeisterschaft. Ich sah das Rennen Zuhause im Fernseher. Ich fuhr damals in der CEV. Es war ein beeindruckendes Rennen."

Tech-3-Pilot Bradley Smith erinnert sich ebenfalls gern an Rossis Rennen. Das Highlight ist für Smith aber nicht der Kampf in Laguna Seca sondern das erste Rennen mit der Yamaha M1 beim Auftakt der Saison 2004 in Südafrika: "Der Saisonauftakt in Welkom 2004 war das wohl beste Rennen. Valentino gewann damals zum ersten Mal mit der Yamaha", erinnert sich Smith.

Petrucci erinnert an ersten Ducati-Sieg

Ducati-Pilot Danilo Petrucci verfolgt Rossis Karriere ebenfalls seit Jahren. "Ich genoss das Rennen auf Phillip Island in der Saison 2004 sehr. Rossi und Gibernau lieferten sich einen tollen Zweikampf. Es war sehr spannend, weil Valentino mit einem Sieg den WM-Titel sicherstellen konnte. Ich erinnere mich, wie ich dieses Rennen Zuhause verfolgte. Damals war ich ziemlich jung. Ich war bereits ein Fan von Valentino", so der Italiener.

Der schönste Moment, den Petrucci als Zuschauer erlebte, war aber ein anderer: "Loris Capirossis erster Sieg mit der Ducati war vermutlich noch aufregender. Es war 2003 in Barcelona. Es war so aufregend, weil man sehen konnte, wie schwierig es für Loris war, das Motorrad zu kontrollieren. Er gab 100 Prozent. Ich war an dem Tag mit meinem Vater vor Ort. Es war toll, es live zu sehen. Es war die Debütsaison von Ducati. Es war sehr bewegend", bemerkt Petrucci.

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