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Mit 13 Siegen war Marc Marquez der Mann der MotoGP-Saison 2014
Mit 13 Siegen war Marc Marquez der Mann der MotoGP-Saison 2014 © FGlaenzel

Honda-Ass Marc Marquez beeindruckt in der MotoGP-Saison 2014 mit einer unglaublichen Siegesserie - Bei Dani Pedrosa lief dagegen nicht alles glatt

Das Jahr 2014 war für Honda erneut eine Traumsaison. Marc Marquez dominierte über weite Strecken fast nach Belieben und wurde souverän zum zweiten Mal MotoGP-Weltmeister. Außerdem gewann Honda die Hersteller-WM und auch die Teamwertung. Mit zehn Siegen in Folge machte der Spanier deutlich, wer aktuell der beste Motorrad-Rennfahrer ist. Insgesamt gewann Marquez 13 Rennen. Dazu kam ein Triumph von Teamkollege Dani Pedrosa. 14 der 18 Siegerpokale gingen an Honda.

"Natürlich bin ich sehr froh", sagt Teammanager Livio Suppo mit einem Lächeln. "Vor allem der Saisonbeginn war fantastisch. Über Marc muss man nichts mehr sagen. Wir können uns sehr glücklich schätzen, ein so großes Talent verpflichtet zu haben, nachdem wir Casey (Stoner; Anm. d. Red.) verloren haben." Zwei Jahre fuhr Marquez nun in der MotoGP und beide Male wurde er Weltmeister. Wenn man den WM-Titel in der Moto2 im Jahr 2011 hinzurechnet, ist der 21-Jährige nun drei Jahre hintereinander Champion.

Auf der anderen Seite der Garage konnte Pedrosa nicht an diese Erfolge anknüpfen. Seit 2006 fährt der Spanier nun im Honda-Werksteam. In dieser Zeitspanne wurden seine Teamkollegen Nicky Hayden, Casey Stoner und nun Marquez Weltmeister. Am Ende wurde Pedrosa in diesem Jahr WM-Vierter. Dennoch wurde sein Vertrag erneut verlängert. "Für Dani tut es mir sehr leid", sagt Suppo, der hinter Pedrosa steht. "Er lag beinahe die komplette Saison auf Platz zwei der Wertung." Außerdem trennte sich Pedrosa mit Saisonende vom langjährigen Crew-Chief Mike Leitner.

"Durch einige schlechte Rennen am Ende der Saison, für die er teilweise nichts konnte, verlor er Platz zwei in der Meisterschaft", bedauert Suppo. Pedrosa blieb von schweren Verletzungen verschont, aber es lief für ihn nicht alles glatt. "Die Armpump-Probleme haben Dani zu Beginn der Saison ziemlich stark beeinträchtigt", erinnert Suppo an eine Unterarmoperation. "Die Leute vergessen oft, dass er nach dem Jerez-Rennen eine Operation hatte und in Le Mans unter schwierigen Voraussetzungen fuhr. Das war sicher keine Hilfe."

"Dani hatte zu Beginn der Rennen Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, ob das am Setup oder der Herangehensweise lag. Er hatte Schwierigkeiten, die Gründe dafür zu finden. Vielleicht ist es eine Kombination aus mehreren Ursachen." Was auf den ersten Blick wie ein Durchmarsch von Honda beziehungsweise Marquez aussieht, ist auf den zweiten Blick keine überlegene Dominanz.

Die Yamaha-Fahrer Valentino Rossi und Jorge Lorenzo waren bei vielen Rennen knapp dran. Mit etwas Glück hätte Yamaha mehr als vier Rennen gewinnen können. Rossi wurde schließlich Vizeweltmeister, da Lorenzo einen völlig verkorksten Frühling hatte. Ab dem Sommer war der Spanier wieder konstant schnell. Mit Ausnahme von Valencia stand Lorenzo bei den letzten zehn Rennen neunmal auf dem Podest.

Diesen Aufschwung beobachtete auch Suppo sehr genau: "Jorge hat im zweiten Teil der Saison unglaublich gute Arbeit geleistet. Er hat mehr Punkte geholt als wir", lobt er die Konkurrenz. "Aber auch Valentino hat in dieser Saison unglaublich gut gearbeitet. Wir wissen, dass es ein hart umkämpfter Wettbewerb ist." Das Duell Honda gegen Yamaha geht 2015 in die nächste Runde. Die Yamaha-Asse werden alles geben, um Marquez vom Thron zu stoßen.

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