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Jorge Lorenzo ist der Meinung, dass Marc Marquez häufig zu viel riskiert
Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo ist heiß auf seinen dritten MotoGP-Titel © FGlaenzel

Jorge Lorenzo möchte in der neuen Saison seinen dritten MotoGP-Titel einfahren und gibt sich kampfstark: "Ich kann Marquez herausfordern"

Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo erlebte einen katastrophalen Start in die Saison 2014. Nachdem der Spanier Ende 2013 von Rookie Marc Marquez entthront wurde, wollte der zweimalige MotoGP-Champion in der neuen Saison zurückschlagen. Doch bereits bei den ersten beiden Rennen verlor Lorenzo 44 Punkte auf Marquez. Der erste Saisonsieg des Spaniers sollte erst beim 14. Rennen Realität werden. Als Marquez in Aragon stürzte, erbte Lorenzo dank einer konservativen Strategie den Sieg.

Bereits in der ersten Saisonhälfte ruinierte sich Lorenzo seine Chance auf den MotoGP-Titel. Während Marquez von Sieg zu Sieg vor, leistete sich Lorenzo einige Fehler und stand bei neun Rennen nur drei Mal auf dem Podium. "Wenn einer deiner größten Rivalen nicht bei 100 Prozent ist und man sieht, dass er Schwierigkeiten hat, dann muss man daraus Profit schlagen", bemerkt Marquez auf der offiziellen Seite der MotoGP

"Man muss das Maximum herausholen, denn man weiß, dass er noch stärker sein wird, wenn er wieder voll da ist. Das war bei Jorge im zweiten Teil der Saison der Fall, als er sehr schnell war. Wir haben vom ersten Teil der Saison profitiert und uns einen Vorsprung erarbeitet", berichtet der Honda-Werkspilot, der in Motegi vorzeitig die Meisterschaft sicherstellen konnte. "Im zweiten Teil der Saison haben wir den Vorsprung verwaltet."

Nach der enttäuschenden Saison ist Lorenzo entschlossen, das Ruder in der neuen Saison herumzureißen: "Ich kann Marquez herausfordern", ist der viermalige Weltmeister überzeugt. "Wenn man bereits MotoGP-Weltmeister war, möchte man den Titel wieder gewinnen. Platz zwei ist gut, Platz drei ist gut, doch wir sind hier, um zu versuchen, den Titel zu holen."

"Uns ist bewusst, dass es nicht einfach ist, weil Marquez und Honda sehr stark sind. Das ist eine sehr starke Paarung. Doch ich denke, wenn wir alles geben - die Yamaha gut ist und ich auch, sowohl physisch als auch mental -, dann können wir um den Titel kämpfen", ist Lorenzo überzeugt. Die Fitness des späteren WM-Dritten spielte zu Saisonbeginn eine entscheidende Rolle. Lorenzo war nach den Operationen nicht richtig fit.

Für 2015 hat er sein Training angepasst: "Momentan habe ich mein Training auf etwa 70 Prozent heruntergefahren. Ab Januar werde ich wieder voll trainieren, damit ich am Beginn der Saison besser bin. Ich freue mich darauf, zuerst etwas zu entspannen und dann sehr hart zu trainieren", schildert der langjährige Yamaha-Werkspilot, der sich am Wochenende mit seinem Fanclub zur alljährlichen Feier traf.

"2009 trafen wir uns zum ersten Mal. Nun, nach einer schwierigen Saison, zum sechsten Fanclub-Dinner von so vielen Menschen aus der ganzen Welt umgeben zu sein, die aus Italien, Spanien, Japan, Polen, Deutschland und England kommen, ist wundervoll", freut sich der Spanier.

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