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Honda-Pilot Scott Redding verzichtet so gut wie komplett auf Alkohol
Honda-Pilot Scott Redding verzichtet so gut wie komplett auf Alkohol © FGlaenzel

Der ehemalige Moto2-Vizeweltmeister spricht über seine Einstellung zum Nachtleben und erklärt, warum er lieber die Hände vom Alkohol lässt

Partys waren von Beginn an ein Teil des Rennsports. Gehörte es in den 1970ern und 1980ern zum guten Ton, die Rennwochenenden feuchtfröhlich ausklingen zu lassen, müssen sich die Piloten heutzutage an professionelleren Maßstäben orientieren. Drogen, Alkohol und Tabak sind für die MotoGP-Piloten tabu. Sponsoren und Teams setzen Disziplin voraus und wünschen sich durchtrainierte und fokussierte Athleten.

Scott Redding ist seit 2008 im MotoGP-Paddock Zuhause. Im Alter von 15 Jahren trat er in die durchorganisierte Welt der Motorrad-Weltmeisterschaft ein und musste seitdem den Verlockungen des Nachtlebens widerstehen. Mittlerweile ist Redding 22 Jahre alt. Die Lust auf Partys lässt beim Briten langsam nach. Dennoch trifft man Redding auf vielen Veranstaltungen.

Dann achtet der Honda-Pilot aber darauf, sich nicht gehen zu lassen: "Ich gehe nach den Rennen ziemlich oft zu den Afterpartys. Vor ein paar Jahren hätte ich mich richtig betrunken. Doch ich trinke überhaupt nicht. In der abgelaufenen Saison habe ich nur ein Bier auf einer Afterparty getrunken. Wenn ich mich zurücklehne und mir ansehe, wie sich einige Leute benehmen, dann erkenne ich, dass das nicht gut ist", wird der Brite von 'MCN' zitiert.

Redding weiß, dass er achtsam sein muss. Ein Bild oder Video im betrunkenen Zustand könnte sich extrem negativ auf die Karriere auswirken: "Wenn das die falschen Leute sehen, dann sorgt das für einen gewissen Schaden", ist sich der ehemalige Moto2-Vizeweltmeister bewusst. Doch der Reiz des Nachtlebens lässt ohnehin nach. Vor allem die Tage danach machen Redding Angst.

"Mit dem Alter lässt die Lust auf Partys immer mehr nach. Früher war ich bis sechs Uhr morgens unterwegs und stand um neun Uhr auf, um zu trainieren. Mittlerweile schlafe ich bis 13 Uhr, wenn ich bis sechs Uhr unterwegs war. Dennoch trainiere ich, damit ich mich richtig schuldig fühle. Ich habe etwas gemacht, was ich nicht hätte tun sollen. Deshalb kann ich am Folgetag nicht einfach im Bett liegen", so der Marc-VDS-Pilot.

Doch bereits im Teenageralter war Redding streng mit sich selbst: "Ich habe immer eine gewisse Routine gehabt, was das Training angeht. In meiner Gegend haben ziemlich viele Jugendliche Drogen genommen oder viel Alkohol getrunken. Ich durfte nicht mit diesen Leuten abhängen", blickt er zurück.

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