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Marco Melandri wird 2015 eine Menge Aufbauarbeit leisten müssen
Marco Melandri wird 2015 eine Menge Aufbauarbeit leisten müssen © FGlaenzel

Marco Melandri will sich bei seiner MotoGP-Rückkehr nicht auf ein konkretes Ziel festlegen, sondern sich und das Motorrad einfach Stück für Stück verbessern

2015 wird kein einfaches Jahr für MotoGP-Rückkehrer Marco Melandri werden. Obwohl der Italiener lieber in der Superbike-Weltmeisterschaft geblieben wäre, schloss er sich - zunächst etwas widerwillig - dem MotoGP-Projekt von Aprilia an. Der Vizeweltmeister des Jahres 2005 weiß ganz genau, dass es in erster Linie darum gehen wird, die Maschine Stück für Stück weiterzuentwickeln. Ein Saisonziel möchte er daher auch noch nicht ausgeben.

"Mein Ziel ist es, mich Schritt für Schritt zu verbessern", erklärt der Italiener im Gespräch mit 'MotoGP.com' und ergänzt: "Wenn ich das Motorrad weiterentwickeln kann, dann bin ich zufrieden. Was die Ergebnisse angeht, ist es vielleicht noch ein bisschen zu früh, ein echtes Ziel auszugeben. Ich denke, wir sollten mindestens noch den Katar-Test abwarten, um zu verstehen, wo wir momentan stehen. Meine persönliche Motivation hängt von der Situation um mich herum ab."

"Mein Ziel war es, mit Aprilia noch zwei Jahre bei den Superbikes zu bleiben. Aber alles änderte sich unerwartet, als sich das Werk dazu entschied, den Fokus auf die MotoGP zu legen. Zunächst zögerte ich, diese Herausforderung anzunehmen, denn ich hatte Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit der neuen Maschine. Bei den Superbikes hätte ich hingegen die Chance gehabt, Rennen zu gewinnen. Aber der Gedanke, ein MotoGP-Motorrad mit dem Team zu entwickeln, hat mich angespornt."

Melandri scheint sich also mit seiner neuen Rolle abgefunden zu haben und hofft nun, dass er bereits beim kommenden Test in Sepang Fortschritte machen wird: "In Malaysia werden wir ein neues Motorrad mit einem neuen Chassis und neuer Elektronik haben. Es wird wichtig sein, ein gutes Setup zu finden und sicherzustellen, dass die Entwicklung des Motorrads in die richtige Richtung geht. Das wird mir Selbstvertrauen geben, um auf einem Level zu fahren, von dem ich weiß, dass ich es kann."

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