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Werden Marc Marquez, Stefan Bradl und Co. bald in Indien fahren?
Werden Marc Marquez, Stefan Bradl und Co. bald in Indien fahren? © xpb.cc

Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta will in Zukunft ein MotoGP-Rennen in Indien installieren - Er schätzt die Voraussetzungen besser als für die gescheiterte Formel 1 ein

Die MotoGP ist in den kommenden Jahren auf Expansionskurs nach Asien. In den nächsten Jahren könnte Indien in den Kalender aufgenommen werden. Die spanische Promoter-Firma Dorna kümmert sich neben der MotoGP auch um die Superbike-WM. Die seriennahen Motorräder fuhren 2014 in Malaysia (Sepang) und werden in diesem Jahr erstmals in Thailand (Buriram) gastieren. Die MotoGP soll dann ab 2016 Thailand besuchen. Auch Indonesien ist ein Wunschland der Hersteller, obwohl dort noch eine passende Strecke fehlt.

Indien ist ebenfalls in den Fokus gerückt. Die Formel 1 gastierte zwischen 2011 und 2013 dreimal in Noida. Das Gastspiel war allerdings wenig erfolgreich. Diskussionen mit den Steuerbehörden und geringes Zuschauerinteresse bedeuteten das rasche Aus. Für die MotoGP stehen die Vorzeichen anders. Indien ist nach China der weltweit zweitgrößte Absatzmarkt für Motorräder. Honda produziert in Indien den Großteil der Produktpalette für den asiatischen Markt. Außerdem gibt es mit Mahindra einen indischen Motorrad-Hersteller.

"Es ist anders, die Formel 1 hat andere Ansprüche", meint Dorna-Boss Carmelo Ezpelete gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters'. "Motorräder sind in Indien sehr populär und stehen den Menschen viel näher. Wir müssten uns in Indien aber auf andere Dinge konzentrieren, denn es gibt keinen lokalen Promoter. Die Kosten für die Organisation eines MotoGP-Rennens sind aber deutlich geringer als für die Formel 1. Außerdem haben wir mit Mahindra einen indischen Hersteller, der in der Moto3 vertreten ist."

Deswegen glaubt Ezpeleta, dass sich die MotoGP im Gegensatz zur Formel 1 in Indien etablieren kann. "Wenn wir die ersten Schritte richtig machen, dann können wir in Indien erfolgreich sein. Es wird aber nicht einfach." Anfang der Woche wurde in Indien das Moto3-Propjekt von Mahindra präsentiert. Das eigene Werksteam wurde geschlossen, aber eine strategische Partnerschaft mit dem Aspar-Rennstall von Jorge Martinez geschlossen.

Insgesamt wird Mahindra 2015 vier Moto3-Teams mit insgesamt neun Motorrädern beliefern - ein Bike mehr als noch im Vorjahr. "Um in einem Land wie Indien erfolgreich zu sein, brauchen wir drei Faktoren", so Ezpeleta bei 'Reuters'. "Es muss ein Hersteller Teil des Deals sein, und das ist mit Mahindra der Fall. Zweitens brauchen wir einen indischen Fahrer. Wir haben im Moment leider keinen, aber dafür haben wir den Talent-Cup Asien geschaffen. Und schließlich brauchen wir einen Grand Prix."

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