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Marc Marquez hatte zum Sepang-Test gleich vier verschiedene Bikes mitgebracht
Marc Marquez hatte zum Sepang-Test gleich vier verschiedene Bikes mitgebracht © Repsol

Marc Marquez durchbricht am dritten Testtag in Sepang die Grenze von 1:59 Minuten und schnappt sich die Bestzeit - Lediglich Dani Pedrosa kann mit ihm mithalten

Am Donnerstag war Jorge Lorenzo noch der schnellste Mann in Sepang gewesen. Der Yamaha-Pilot konnte auf seiner M1 als einziger Pilot die Zwei-Minuten-Marke unterbieten. Das konnte Weltmeister Marc Marquez natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so brannte der Spanier am Freitag auf seiner Honda eine Zeit von 1:58,867 Minuten in den Asphalt und setzte damit ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz.

"Ich denke, heute Morgen sind alle schnelle Runden gefahren", wiegelt Marquez ab, ergänzt jedoch trotzdem: "Aber es war wirklich schön, auf der Boxentafel eine 58 zu sehen. Da habe ich mich gefreut. Wir waren auf einer Runde sehr stark, aber ich habe mich auch bei der Rennsimulation wirklich gut gefühlt." Lediglich Teamkollege Dani Pedrosa konnte mit einem Rückstand von 0,139 Sekunden ansatzweise mithalten, alle anderen Piloten distanzierte Marquez um mindestens eine halbe Sekunde.

"Das Gefühl war großartig und ich hätte diese Rundenzeit nicht erwartet, denn die Strecke scheint etwas unebener zu sein als im vergangenen Jahr", berichtet Marquez und fügt hinzu: "Aber heute Morgen sah ich bei meinem dritten Versuch, dass ein paar Wolken da waren und dass die Temperatur perfekt war. Es hat während dieser drei Tage nie geregnet und das hat natürlich auch geholfen. Da Strecke war etwas schneller als gewöhnlich, daher diese Rundenzeit."

Im Hinblick auf seine Rennsimulation erklärt er: "Wir sind um 14:30 Uhr rausgefahren und da ist die Temperatur der Strecke höher. Das Gefühl war gut und ich habe währenddessen eine Menge an der Elektronik versucht. Wir haben eine Menge Informationen bekommen und das ist das Wichtigste. Wir hatten in der Rennsimulation auch einige Probleme, aber darum haben wir sie ja gemacht."

"Beim nächsten Test will ich einige Sachen weiter verbessern, denn wir haben zwar ein gutes Potenzial und ein gutes Motorrad, aber wir können uns noch immer verbessern", hofft Marquez und präzisiert: "An der Front habe ich etwas gespürt, dass wir noch verbessern können. Aber wir wissen, was wir da machen müssen. Überwiegend müssen wir aber hinten am Bike arbeiten, denn da haben wir momentan mehr Probleme."

"Die größten Probleme hatte ich (bei der Rennsimulation; Anm. d. Red.) im Mittelteil. Aber wir wissen, wo wir uns verbessern können", so der Weltmeister, der zu dem Test gleich vier unterschiedliche Motorräder mitgebracht hat. "Gestern und heute habe ich mich auf das neue Motorrad konzentriert. Das 2014er habe ich heute zwar noch einmal ausprobiert, aber ich muss das vergessen, denn ich werde das neue verwenden. Darauf werden wir uns konzentrieren", so Marquez.

Und obwohl bei der neuen RC213V noch nicht alles optimal läuft, erklärt Marquez: "Das Gute ist, dass wir selbst so noch besser sind als 2014." Ein Satz, der der Konkurrenz wohl schon wieder die Schweißperlen auf die Stirn treiben dürfte. Denn immerhin war die Maschine Anfang 2014 gut genug, damit Marquez darauf die ersten zehn Saisonrennen allesamt gewinnen konnte.

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