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Ab jetzt in orange: Stefan Bradl auf der Forward-Yamaha
Ab jetzt in orange: Stefan Bradl auf der Forward-Yamaha © Forward Racing

Bester Open-Fahrer werden: Mit diesem Ziel startet Stefan Bradl in die MotoGP-Saison 2015 - Der Deutsche vergleicht die Honda mit der Yamaha

Nach drei Jahren auf einer Werks-Honda im Satelliten-Team von LCR beginnt für Stefan Bradl in der MotoGP-Saison 2015 eine neue Zeitrechnung. Im italienischen Forward-Team fährt der 25-Jährige eine Yamaha nach dem Open-Reglement. Sportlich ein Schritt zurück, aber auch eine neue Herausforderung, die Bradl annimmt.

"Ich will zunächst einmal die Open-Klasse gewinnen und dann natürlich so nahe wie mögliche an den Werksfahrern dran zu sein", sagt Bradl am Rande der Testfahrten in Sepang seine über seine Saisonziele. "Es wird kein einfaches Jahr, aber wir haben gutes Potenzial", ist Bradl überzeugt.

Bei den Tests in Malaysia konnte Bradl weitere Erfahrungen auf der Open-Yamaha sammeln, die er im November beim Test in Valencia erstmals gefahren war. Im Vergleich zur Honda, die der Zahlinger in den vergangenen drei Jahren gefahren war, erkennt Bradl bei der Yamaha einige Unterschiede.

"In einigen Bereichen ist es einfacher, vor allem am Kurveneingang. Das Motorrad lenkt besser ein. Dadurch trifft man den Kurvenscheitelpunkt besser, was mit der Honda immer etwas schwieriger war", so Bradl. Kurzum: "Das Kurven-Tempo und das Einlenkverhalten sind ein Pluspunkt der Yamaha, aber das ist kein Geheimnis, das weiß jeder im Fahrerlager. Und genau das spüre ich auf dem Motorrad."

Das gilt auch für den Motor, der deutlich weniger aggressiv als der der Yamaha ist. "Der Motor reagiert sehr sanft und ist wirklich schön zu fahren. Man kann das Gas wirklich früh aufdrehen", so Bradl. Doch es gibt nicht nur Licht, sondern auch Schatten bei der Open-Yamaha. So verfügt sie über weniger Leistung als die Honda. "Die Stabilität beim Bremsen ist auch etwas schlechter", erklärt Bradl. "Es gibt überall Vor- und Nachteile, man muss den richtigen Kompromiss finden."

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