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Valentino Rossi muss beim Saisonfinale in Valencia vom letzten Platz starten
Valentino Rossi muss beim Saisonfinale in Valencia vom letzten Platz starten © Getty Images

Valentino Rossis Tritt gegen Marquez' Bike werten selbst italienische Medien als "Weltblamage" und ziehen harte Schlüsse. Auch Schumacher muss als Vergleich herhalten.

Superstar Valentino Rossi ist nach der rücksichtslosen Attacke gegen Marc Marquez beim Großen Preis von Malaysia in seiner italienischen Heimat heftig kritisiert worden.

"Valentino gibt dem WM-Titel einen Fußtritt und zeigt seine Schattenseite", schrieb La Repubblica. Der 36-Jährige sei mit einer "Weltblamage" konfrontiert, hieß es in der Gazzetta dello Sport.

Rossi hatte nach einem langen und harten Zweikampf die Nerven verloren und seinen spanischen Kontrahenten mit einem absichtlichen Schubser von der Strecke befördert.

Für Honda-Pilot Marquez war das Rennen damit beendet, Rossi wurde Dritter, bekam aber eine Strafe und muss beim Saisonfinale am 8. November in Valencia vom letzten Platz aus starten.

Im Klassement liegt der Spitzenreiter sieben Punkte vor seinem Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo aus Spanien.

"Rossi verliert den Kopf und verspielt die Weltmeisterschaft. Der beste Pilot in der Geschichte der MotoGP reagiert wie bei einer Straßenrauferei. Er hätte es nicht tun sollen, wie Michael Schumacher nicht Hill und später Villeneuve von der Rennbahn hätte werfen sollen", hieß es in der Gazzetta dello Sport weiter: "Rossi hat auf eine spanische Provokation reagiert und jetzt wird er eine epische Leistung schaffen müssen, um sich wieder aufzuraffen."

Ähnlich deutlich wurde La Stampa: "Dunkelheit hinter dem Talent. Valentinos Fußtritt ist wie Zidanes Kopfstoß, wie Tysons Biss: Es besteht eine Bande zwischen diesen genervten, absurden und kindischen Reaktionen. Das Licht ist für Rossi ausgegangen."

Corriere dello Sport sieht ernste Folgen für den neunmaligen Weltmeister. "Der 'Dottore' hat sich naiv verhalten und wird jetzt mit dem Verlust seines zehnten WM-Titels zahlen müssen. Valentino hat wie ein Kind auf die Provokation des Spaniers reagiert, obwohl er 36 Jahre alt ist und eine Riesenerfahrung hat", hieß es im Blatt.

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