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Valentino Rossi verpasst beim Großen Preis von Aragonien knapp das Podest
Valentino Rossi verpasst beim Großen Preis von Aragonien knapp das Podest © Getty Images

MotoGP-Pilot Valentino Rossi verpasst nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch beim Großen Preis von Aragonien knapp das Podest. Jonas Folger geht leer aus.

MotoGP-Superstar Valentino Rossi (Italien) hat beim Großen Preis von Aragonien in Alcaniz 24 Tage nach einem Schien- und Wadenbeinbruch das Podium als Fünfter knapp verpasst.

Jonas Folger (Mühldorf am Inn) musste sich nach seinem schweren Sturz am Samstag mit dem 16. Platz begnügen. Der Sieg ging an Titelverteidiger Marc Márquez aus Spanien.

"Ich bin sehr glücklich und zufrieden, weil ich vor einer Woche noch gar nicht wusste ob ich überhaupt fahren kann. Bei den letzten Runden war ich ein bisschen müde, und mein Bein hat mir Schmerzen bereitet, ich wollte aber auf keinen Fall das Handtuch werfen", sagte Rossi, der in der Anfangsphase zwischenzeitlich die schnellste Rennrunde fuhr.

Der Italiener kämpfte sich sogar auf den zweiten Platz hinter Jorge Lorenzo (Ducati) vor, musste dann aber sowohl WM-Spitzenreiter Márquez als auch Dani Pedrosa (beide Honda) vorbeiziehen lassen.

Zum Ende des Rennens fehlte Rossi ein wenig die Kraft, auch sein Teamkollege Maverick Viñales zog noch vorbei. Für Márquez, der in der WM-Wertung mit 224 Punkten führt, war es bereits der zweite Sieg in Folge. Rossi rutschte mit 168 Punkten auf den fünften Rang ab und hat nach 14 von 18 Rennen nun 56 Zähler Rückstand auf Márquez.

Folger verpasst Sprung in die Punkteränge

Folger kam nach einer schlechten Startphase nicht über Platz 16 hinaus und verpasste den Sprung in die Punkteränge.

"Diese Position entspricht absolut nicht unseren Fähigkeiten. Es fehlte mir nicht nur im Rennen der Speed, Aragón war überhaupt ein schlechtes Wochenende für uns", sagte der enttäuschte Folger.

Am Samstag war der 24-Jährige bei einem Sturz mit dem Hals gegen den Windschutz seiner Maschine geknallt und hatte sich Prellungen am Kehlkopf zugezogen. In der WM-Wertung liegt Folger mit 84 Punkten auf dem zehnten Platz.

Schrötter muss wegen Handverletzung aufgeben

Moto2-Pilot Marcel Schrötter musste bei seinem Comeback nach seiner schweren Handverletzung hingegen unter Tränen aufgeben. Die Schmerzen am gebrochenen Kahnbein waren einfach zu stark. Die lädierte linke Hand war trotz einer individuell angefertigten Manschette blau angelaufen, nach 15 von 21 Runden stellte der Suter-Pilot seine Maschine enttäuscht ab.

"Ich kann im Moment von Haus aus nicht so fahren, wie gewohnt und bewege das Motorrad anders. Wenn dann die Schmerzen dazukommen, dann macht man Fehler und verliert eine Position nach der anderen", sagte Schrötter bei Eurosport.

Schrötters Teamkollege Sandro Cortese aus Berkheim kam als Neunter zum vierten Mal im 14. Saisonrennen in die Top Ten. Im Titelkampf baute der Italiener Franco Morbidelli (Italien/Kalex) durch seinen achten Saisonsieg sein Polster aus.

Öttl nur auf Rang neun

Philipp Öttl (Ainring) kam in der Moto3-Klasse nach einem Verbremser in der vorletzten Runde nicht über Rang neun hinaus. Wegen zähen Nebels am Vormittag war das Rennen von 20 auf 13 Runden verkürzt worden. "Es wäre viel mehr drin gewesen, aber die Verkleidung war locker, da konnte ich auf den Geraden nicht mehr mithalten", sagte KTM-Pilot Öttl.

Den Sieg sicherte sich WM-Spitzenreiter Joan Mir (Spanien). Dem Honda-Piloten ist der Titel nach seinem achten Saisonerfolg - Rekord in der Moto3 - nur noch rechnerisch zu nehmen. Der 15. WM-Lauf steigt am 15. Oktober beim Großen Preis von Japan in Motegi.

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