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Josh Files ist erster Meister der TCR Germany
Josh Files ist erster Meister der TCR Germany © ADAC Motorsport

14 Rennen, 221 Runden, 872,2 Kilometer: Interessante Zahlen und Fakten zur Premierensaison der TCR Germany - Meister Josh Files in vielen Statistiken vorne

Die Premierensaison der TCR Germany gehört seit dem ersten Oktober-Wochenende nach 14 spannenden Rennen der Vergangenheit an: Das italienische Team Target stellte mit Josh Files nicht nur den ersten Champion der TCR-Germany-Geschichte, sondern gewann auch die Teamwertung. Vizemeister wurde Harald Proczyk (HP) vor Steve Kirsch (Honda Sachsen). Den Sieg in der Juniorwertung holte Förderpilot Tom Lautenschlager (Engstler) vor Dominik Fugel (Honda Sachsen) und Mike Beckhusen (Lubner). Hinter Target belegte das Chemnitzer Honda-Team Sachsen vor Proczyks HP Rang zwei.

Bei den insgesamt sieben Rennwochenenden gingen 37 Fahrer aus 12 Nationen mindestens einmal an den Start, davon elf aus Deutschland und sieben aus der Schweiz. Stark vertreten waren auch Österreich und Finnland mit je vier Fahrern. Schweden, Großbritannien und Belgien stellten je zwei Piloten. Je ein Pilot kam aus Spanien, Italien, den Niederlanden, Polen und Portugal. 20 der 37 Piloten waren Gastfahrer. Zum Einsatz kamen Seat Leon TCR, VW Golf GTI TCR und Honda Civic TCR. Der Opel Astra TCR war zweimal - am Nürburgring und beim Saisonfinale am Hockenheimring - am Start.

Die 35 Piloten und zwei Pilotinnen fuhren für 17 Teams aus acht Nationen. Die meisten Teams waren in Deutschland (6) angesiedelt. Hinzu kamen drei Teams aus der Schweiz, zwei aus Österreich und Belgien und je eins aus Italien, Finnland, Großbritannien und den Niederlanden. Mit Jasmin Preisig (Lubner) und Gosia Rdest (Engstler) saßen auch zwei junge Damen am Steuer der rund 330 PS starken Tourenwagen.

Piloten zwischen 16 und 55 Jahren am Start

Jüngster Pilot im Premieren-Teilnehmerfeld war der Berliner Beckhusen mit 16 Jahren. Älteste Piloten waren die beiden Zwillingsbrüder Hans und Jörg Schori (Topcar) mit 55 Jahren. Das Durchschnittsalter aller 2016 gestarteten Piloten betrug beim letzten Saisonrennen am 2. Oktober 29,6 Jahre.

Fünf Fahrer teilten die Siege unter sich auf. Files gewann sechsmal. Dreimal stand der Finne Antti Buri ganz oben auf dem Podium. Den Routiniers Proczyk und Kirsch gelangen je zwei Rennsiege und Junior Fugel siegte einmal. 53,5 Punkte Vorsprung hatte Champion Files (222) nach dem letzten Saisonrennen auf den Zweitplatzierten Proczyk (168,5), der mit Kirsch (163) bis zuletzt um den Vizetitel kämpfte. Der Titelträger stand nach dem 13. von 14 Rennen vorzeitig fest.

Ein Beleg für die hohe Wettbewerbsdichte in der TCR Germany: Insgesamt durften sich 16 Fahrer über Podestplatzierungen freuen. Achtmal - und damit am häufigsten - stand Files (sechsmal Erster, einmal Zweiter und einmal Dritter) auf dem Siegerpodium. Buri (3-1-1), Proczyk (2-2-1) und Kirsch (2-0-3) schafften es fünfmal aufs Treppchen, die beiden Engstler-Piloten Mike Halder (0-2-1) und Tim Zimmermann (0-1-2) je dreimal.

Lautenschlager überlegener Junior-Champion

Die Juniorwertung entschied Lautenschlager bereits in Zandvoort zu seinen Gunsten. Der 17-Jährige gewann diese Wertung sechsmal, viermal stand Fugel als bester Junior auf dem Siegerpodium und je zweimal Beckhusen und Niko Kankkunen (LMS), Sohn des viermaligen Rallye-Weltmeisters Juha Kankkunen. "Bella Figura" machten die beiden Damen in der TCR Germany 2016: Rdest fuhr im letzten Saisonrennen als Achte in die Top 10 und Jasmin Preisig verbesserte sich nach zweimal Rang 13 am Nürburgring im letzten Rennen auf dem Hockenheimring noch auf Rang zwölf.

Zehn verschiedene Piloten nahmen ein Rennen von der Pole-Position in Angriff. Dreimal führte Files das Feld in die erste Runde. Je zwei Poles gingen an Kirsch und Buri. Je einmal standen Proczyk, Rene Münnich (Münnich), Fugel, Jordi Oriola (DG Sport), Halder, Simon Larsson (Target) und Ronny Jost (Topcar) an vorderster Position. Zweimal gewann der Polesetter auch das Rennen - im ersten Rennen am Sachsenring Proczyk und beim vorletzten Rennen am Hockenheimring Files. Start-Ziel-Siege gab es insgesamt fünf. Dreimal durch Files sowie zweimal durch Proczyk.

Bei den Führungsrunden hatte Files die Nase vorn. Der Brite führte das Fahrerfeld in insgesamt 94 Runden auf der ersten Position an. Buri (39), Proczyk (28) und Benjamin Leuchter (Racing One) rangieren ebenfalls im zweistelligen Bereich. Beim engsten Zieleinlauf der Saison hatte Files im ersten Rennen am Red-Bull-Ring nur 0,393 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Andrea Belicchi (Target). Mit dem größten Vorsprung eines Rennsiegers dominierte Proczyk im ersten Rennen am Sachsenring, wo der Steirer auf Zimmermann 9,089 Sekunden herausfuhr.

221 Runden spulten die Piloten in den 14 Saisonrennen auf Reifen von Hankook ab. Das entspricht einer Gesamtrenndistanz von 872,159 Kilometern. Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit gelang Belicchi. Der 40-Jährige erzielte im zweiten Rennen am Red-Bull-Ring einen durchschnittlichen Speed von 158,1 km/h. Die meisten schnellen Rennrunden haben Proczyk, Leuchter, Buri und Belicchi auf ihrem Konto, die je zweimal die schnellste Runde im Rennen fuhren.

© Motorsport-Total.com

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