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Andre Lotterer entschied sich gegen DTM und Toyota, sondern wechselte zu Porsche
Andre Lotterer entschied sich gegen DTM und Toyota, sondern wechselte zu Porsche © Porsche

Porsche-Neuzugang Andre Lotterer verrät, dass Audi ihn nach dem Rückzug aus der WEC in die DTM lotsen wollte - Lucas di Grassi darf nicht für Toyota fahren

Nach dem Rückzug von Audi aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) war die Jobsuche von Andre Lotterer schnell beendet. Der Deutsche wechselte zu Porsche, wo er sich in dieser Saison einen 919 Hybrid mit Nick Tandy und Neel Jani teilen wird. Lotterer hätte aber auch bei seinem langjährigen Arbeitgeber Audi bleiben können. Die Ingolstädter hatten ihm einen Platz in der DTM angeboten, erklärt Lotterer gegenüber 'Auto Bild motorsport'.

Doch der 35-Jährige wollte weiterhin einen LMP1-Prototypen fahren und konnte dort zwischen Toyota und Porsche entscheiden, die ihn beide verpflichten wollten. "Das ist ein schönes Gefühl, wenn man von allen Seiten ein Angebot bekommt. Nur: Ich kann nur eines machen - und ich denke, ich habe mich für das Richtige entschieden", sagt Lotterer über seinem Wechsel zu Porsche.

Lotterer war nicht der einzige Fahrer aus dem WEC-Programm von Audi, um den sich Toyota im vergangenen Winter bemüht hatte. Auch Lucas di Grassi hatte, ebenso wir Marcel Fässler, ein Angebot des Teams aus Köln-Marsdorf vorliegen, für die der Brasilianer in Spa-Francorchamps und bei den 24 Stunden von Le Mans das dritte Auto hätte fahren sollen. Doch diesem Einsatz schob Audi einen Riegel vor.

"Sie haben mir gesagt, dass ich in Le Mans keinen LMP1 fahren war, aber es war für mich okay etwas in einer anderen Klasse zu machen", so di Grassi gegenüber 'Autosport'. Der Brasilianer ist im Gegensatz zu Lotterer auch nach dem Ende des WEC-Programms von Audi weiterhin Werksfahrer der Ingolstädter und geht für Audi in der Formel E an den Start.

Nach dem Veto von Audi gegen Starts für Toyota entschied sich di Grassi gegen verschiedene Angebote von LMP2-Teams und wird nun in Le Mans für AF Corse in GTE-Pro-Klasse antreten. "Ich mag die LMP2 wegen der Silber-Fahrer nicht, der dort viel wichtiger als die beiden anderen Fahrer sind", so di Grassi. "Daher habe ich mich in der GTE umgeschaut. Mein Wunschszenario war Porsche, aber dort waren schon alle Fahrerplätze besetzt. Und Ferrari kannte ich schon, weil ich 2012 in Macau einen gefahren bin."

© Motorsport-Total.com

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