vergrößernverkleinern
Andreas Seidl ist der Teamchef bei Porsche in der LMP1-Klasse
Andreas Seidl ist der Teamchef bei Porsche in der LMP1-Klasse © Porsche

Porsche geht gut vorbereitet in die Saison 2017 der WEC - Das wurde bei den Testfahrten in Monza nochmals eindrucksvoll bewiesen

Der Prolog in Monza war der Aufgalopp für die neue Saison der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Dabei sind die Konkurrenten von Porsche und Toyota 2017 erstmals gemeinsam öffentlich aufeinander getroffen. "Der Prolog ist der letzte Meilenstein, bevor wir ins erste Rennen gehen. Dabei war wichtig, auch das erste Mal wieder auf Verkehr zu treffen, nachdem wir monatelang ja fast alleine unterwegs waren", bewertet Porsche-Teamchef Andreas Seidl die beiden Testtage in Monza.

"Da wir den Prolog auch mit zwei Autos fahren, behandeln wir ihn, wie ein ganz normales Rennwochenende. Auch in Bezug auf Dinge wie Meetings oder Kommunikation", so Seidl weiter. Porsche hatte die beiden Tage in Monza von der grundsätzlichen Planung gesplittet. So wurden am Samstag noch viele Testpunkte abgearbeitet, beispielsweise beim Set-up, beim Downforce-Level oder bei der Haltbarkeit der Reifen. "Dabei war es gut, dass wir auch wechselnde Bedingungen hatten. Denn es ist immer eine große Herausforderung, sich darauf einzustellen", freut er sich sogar über den Regen, der sich während der Nachtsession am Samstag einstellte.

Der zweite Tag stand dann im Zeichen der Longruns. "Der Sinn dahinter ist es, so zu sagen als allerletzten Feinschliff für das Team, nochmals eine Rennsimulation durchzuführen. Das erachten wir als Vorbereitung für Silverstone als sehr wichtig", erklärt der Teamchef weiter.

Und dadurch, dass beides Crews aufgeboten wurden, machte Porsche auch wieder viele Boxenstoppübungen. "Da haben wir uns über den Winter noch weiter verbessert", ist Seidl stolz. "Wir haben natürlich die vergangene Saison im Detail analysiert und hier noch Verbesserungspotenzial gesehen. Jetzt hoffen wir, dass wir das auch in Silverstone umsetzen können."

Das Zeitentableau führte in Monza an Ende Toyota an. Die Japaner platzierten sogar beide Fahrzeuge vor den Porsche. Aber natürlich kam es an den Testtagen in Monza nicht darauf an, großen Wert auf das Erreichen der schnellsten Rundenzeit zu legen. "Wenn man sich die beiden Tage anschaut, dann sind wir unter allen Bedingungen extrem eng zusammen. Außer, als es richtig nass auf der Strecke war. Da hatte Toyota leicht die Nase vorne gehabt", analysiert Seidl.

"Als Fan kann man sich auf jeden Fall auf die Saison freuen, weil der Wettbewerb wird wieder sehr eng werden - vielleicht enger als jemals zuvor", verspricht Seidl eine spannende Saison. Darüber, dass der Prolog 2017 nach Monza verlegt wurde, war man im Porsche-Lager sehr erfreut. "Wir wären auf jeden Fall offen für ein Rennen in Monza. Die Anzahl der Zuschauer war unglaublich. Für einen Prolog war das eine Mega-Atmosphäre. Die Strecke hat einfach Tradition und Atmosphäre", meint Seidl.

© Motorsport-Total.com

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel