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Der Porsche 919 Hybrid für die Saison 2017 der WEC
Der Porsche 919 Hybrid für die Saison 2017 der WEC © Porsche AG

Nach dem Ausstieg Audis aus der WEC kämpfen 2017 Porsche und Toyota allein um die WM-Krone: Timo Bernhard ist optimistisch

Die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) steht 2017 vor einem großen Duell zwischen Porsche und Toyota. Beide Werksteams haben ihre LMP1-Wagen ordentlich überarbeitet und sind gut gerüstet für die neue Saison. Porsche kam beispielsweise direkt von einem 30-Stunden-Ausdauertest zum Prolog nach Monza. Und der soll äußerst zufriedenstellend gelaufen sein. "Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl in die neue Saison. Weil sich bisher gezeigt hat, dass wir das Auto weiterentwickelt haben", ist Timo Bernhard zufrieden.

Dabei detailliert der Porsche-Pilot nochmals die Testarbeit. "Es gibt immer zwei Dinge, die man über den Winter prüfen möchte: Die Performance-Steigerung, also ob man schneller geworden ist. Und zum Zweiten die Haltbarkeit. Deswegen sind die 30-Stunden-Tests so wichtig", beschreibt Bernhard. "Beides sah beim letzten Test in Paul Ricard sehr gut aus!"

Beim Prolog in Monza geht Porsche nun auch erstmals mit Hauptkonkurrent Toyota gleichzeitig auf Zeitenjagd. "Die spannende Frage wird sein, zu sehen, was sie gefunden haben oder wo sie stehen", freut sich der Porsche-Werksfahrer bereits auf die Testanalyse der Tage in Monza.

Noch nicht bekannt ist hingegen, mit welcher Karosserievariante Porsche den Saisonauftakt in Silverstone bestreiten wird. In der WEC stehen den LMP1-Teams 2017 nur noch zwei Aerodynamikpakete zur Verfügung. Während Toyota die Karosserie für viel Anpressdruck mit nach England nimmt, gibt sich Porsche hier noch zugeknüpft. "Lassen wir uns überraschen", geht auch Bernhard der Frage aus dem Weg.

Für die Saison 2017 gab es an den LMP1-Wagen auch noch eine kleine technische Änderung, die die Sicherheit betrifft. Diese steht in Bezug mit dem heftigen Unfall von Loic Duval in Le Mans 2014. Nach einer genauen Analyse des Crashs, muss ab dieser Saison die Verbindung zwischen Kotflügel und Monocoque gesplittet sein. "Das ändert am Fahrverhalten nichts", bestätigt Bernhard. "Aber es ist auch mit der Idee entwickelt worden, versuchen es zu kompensieren, damit es einen nicht zu großen negativen Effekt hat."

© Motorsport-Total.com

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