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Toyota hält dem Druck stand und sichert sich in Silverstone die erste Pole der WEC-Saison 2017 in der LMP1-Klasse. In der LMP2 triumphiert G-Drive Racing.

Toyota hat souverän die Pole Position in der LMP1-Klasse geholt und damit die Voraussetzungen für einen Auftakt-Sieg im Sechs-Stunden-Rennen in Silverstone geschaffen.

(SPORT1 zeigt das komplette Rennen am Sonntag ab 12.30 Uhr im LIVESTREAM. Zudem läuft der Start um 13 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und von 14.30 Uhr bis 14.55 sowie von 16.45 bis 19.30 wird das Rennen übertragen)

Toyotas interne Reihenfolge dreht sich um

Der Sieg von Toyota war keine Überraschung, wohl aber welches Team des Rennstalls sich an die Spitze setzte. Denn das Toyota-Team #7 mit den Piloten Kamui Kobayashi, Mike Conway und Jose-Maria Lopez fuhr den TS050 Hybrid vor dem Schwesterfahrzeug mit Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima und Anthony Davidson ins Ziel und stellte damit die interne Reihenfolge auf den Kopf.

Kobayashi fuhr außerdem einen neuen LMP1-Streckenrekord in 1:36.793 Minuten auf dem Weg zur ersten Toyota-Pole seit 2014.

Kobayashi distanzierte im ersten Schlagabtausch Nakajima im Schwesterfahrzeug #8 (Davidson/Buemi/Nakajima) deutlich und fuhr einen Vorsprung von acht Zehntelsekunden heraus. Dabei nahm er seine Reifen aber härter ran als sein Landsmann, sodass Conway nur eine 1:37.816 bewerkstelligen konnte.

Davidson fuhr mit den noch etwas besseren Reifen 1:37.548, konnte damit den Durchschnitt aber nur auf 1:37.593 Minuten senken. Damit blieb ein Rückstand von 0,289 Sekunden, nachdem Fahrzeug #8 die freien Trainings dominiert hatte.

Porsche gibt sich lämpferisch

Porsche landete erwartungsgemäß mehrere Sekunden dahinter auf den Plätzen drei und vier. Der Rennstall nutzt in den ersten beiden Rennen aus taktischen Gründen nur den Le-Mans-Aero und spart sich die besseren Bedingungen für das Saisonfinale auf.

Allerdings belief sich der Rückstand im Rundendurchschnitt am Ende nur auf 1,311 Sekunden für den 919 Hybrid #1 (Jani/Lotterer/Tandy). Das Schwesterfahrzeug #2 (Bernhard/Bamber/Hartley; +1,759 Sekunden) blieb im Durchschnitt knapp darüber.

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Porsche-Fahrer Timo Bernhard will Toyota das Feld noch nicht kampflos überlassen: "Vielleicht können wir einen der Toyotas knacken, mal schauen. Das Porsche-Team gibt auf gar keinen Fall auf."

Trotz des erwarteten Rückstands auf Toyota war er nicht vollends einverstanden mit der Leistung seines Teams Porsche #2: "Ich glaube, wir sind das Qualifying nicht perfekt gefahren, ich hatte da auch einen kleinen Fehler drin."

Sein Kollege Neel Janni, im Porsche 919 Hybrid #1 unterwegs, äußerte sich mit Blick auf das Rennen defensiv: "Im Sechsstundenrennen kann natürlich viel passieren, aber von der Performance her rechnen wir uns da auch nicht mehr aus. Ganz wichtig ist, weiter mit dem Auto für Le Mans zu lernen."

G-Drive Racing sichert sich LMP2-Pole

Die LMP2-Pole sicherte sich bei der WEC-Premiere der neuen Fahrzeuggeneration das G-Drive-Team #26 (Russinow/Thiriet/Lynn) mit einem Rundendurchschnitt von 1:44.387 Minuten. Es wurde knapp, doch Signatech Alpine #36 (Lapierre/Menezes/Rao; +0,046) musste sich um eine halbe Zehntelsekunde geschlagen geben.

DC Racing #38 (Tung/Jarvis/Laurent;) und Rebellion #31 (Canal/Prost/Senna) teilen sich die zweite Startreihe. Alle vier Fahrzeuge waren schneller als der ByKolles CLM P1/01 #4 (Webb/Kraihamer/Rossiter) aus der LMP1-Kategorie, der auf einen Durchschnitt von 1:45.235 Minuten kam.

Ford untermauert Favoritenstatus in GTE-Pro-Klasse

In der GTE-Pro-Klasse hat Ford seinen Favoritenstatus untermauert und sich die Pole Position gesichert. Das Chip Ganassi Racing Team mit Andy Priaulx und Harry Tincknell am Steuer setzte sich vor dem Ferrari 488 GTE von AF Corse durch.

Andy Priaulx brachte das Ganassi-Team im ersten Schlagabtausch an die Spitze der GTE-Pro-Kategorie und fuhr dabei einen neuen GTE-Rekord von 1:55.858 Minuten. Kein anderer Pilot kam auch nur ansatzweise in die Nähe dieser Zeit.

"Ich habe zu 100 Prozent alles rausgequetscht. Alles hat wunderbar zusammengespielt, wie man es sich wünscht", strahlte der ehemalige Tourenwagen-Weltmeister Priaulx.

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Das Schwesterauto mit dem Deutschen Stefan Mücke landete nur auf Platz vier. In der GTE-Am-Klasse sicherte sich Aston Martin Racing mit Paul Dalla Lana, Mathias Lauda und Pedro Lamy die Pole Position.

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