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Toyota wird seiner Favoritenrolle beim WEC-Saisonauftakt gerecht
Toyota wird seiner Favoritenrolle beim WEC-Saisonauftakt gerecht © xpbimages.com

Im 2. Freien Training fährt Toyota den erwartungsgemäßen Vorsprung auf Porsche heraus - Neue Rekorde in LMP1 und GTE Pro - Porsche fordert Aston Martin heraus

Auch im zweiten Freien Training fanden die WEC-Akteure einen trockenen Silverstone Circuit vor; bei kühlen Temperaturen waren richtig schnelle Zeiten drin. Toyota pulverisierte noch einmal die Zeiten aus dem Vorjahr. Kazuki Nakajima markierte im TS050 Hybrid #8 (Davidson/Buemi/Nakajima) eine Bestzeit, die sogar den Qualifying-Rekord von 2015 (1:39.534 Minuten) alt aussehen ließ: In 1:38.210 Minuten stellte er einen neuen LMP1-Streckenrekord auf.

Der Abstand zu Porsche hat sich nach dem überraschend knappen ersten Freien Training jetzt auf einem erwartungsgemäßen Niveau etabliert. Kamui Kobayashi brachte den Toyota #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) in 1:38.444 Minuten auf Rang zwei, dahinter klaffte dann ein Loch von über zwei Sekunden auf Earl Bamber im Porsche #2 (Bernhard/Bamber/Hartley; +2,290 Sekunden). Porsche fährt in Silverstone mit Le-Mans-Aero, was mindestens zwei Sekunden kostet. Der Abstand passt damit ins prognostizierte Fenster. Der Porsche #1 (Jani/Lotterer/Tandy; +2,991) war wieder langsamer als das Schwesterfahrzeug.

Der ByKolles-CLM mit den neuen Nissan-Cosworth-Motor kam im zweiten Training besser in Fahrt und musste sich nur noch zwei LMP2 beugen: James Rossiter verbesserte die Zeit des CLM P1/01 um fast drei Sekunden auf 1:45.512 Minuten. Schneller waren allerdings Alex Lynn mit der LMP2-Bestzeit von 1:44.874 Minuten im G-Drive-Oreca #26 (Russinow/Thiriet/Lynn) und Nicolas Lapierre im Alpine #36 (Lapierre/Menezes/Rao; +0,132). Der Rebellion-Oreca #13 (Beche/Heinemeier Hansson/Piquet; +0,616), im ersten Training noch schnellster LMP2, kam auf die dritte Position.

Nach der Aston-Martin-Dominanz im ersten Training schlug Porsche in beiden GTE-Klassen zurück. Kevin Estre sorgte für ein gelungenes Debüt des neuen 911 RSR in der WEC. Seine Bestzeit von 1:57.765 Minuten im Porsche #92 (Christensen/Estre) bedeutet gleichzeitig einen neuen GTE-Streckenrekord. Jonny Adam brachte den Aston Martin #97 (Turner/Adam/Serra; +0,192) auf die zweite Position, dicht gefolgt vom Schwesterfahrzeug #95 (Thiim/Sörensen/Stanaway; +0,216).

Auch die beiden Ganassi-Ford-GT kamen bis auf eine halbe Sekunde an die Bestzeit heran, lediglich die AF-Corse-Ferrari hängen etwas deutlicher zurück. In der GTE Am war ebenfalls ein Porsche an der Spitze: Ben Barker fuhr für Gulf Racing UK #86 (Wainwright/Barker/Foster) die Bestzeit in 1:59.517 Minuten vor dem Ferrari von Spirit of Race #54 (Flohr/Castellacci/Molina; +0,389) und dem Dempsey-Proton-Porsche #77 (Ried/Cairoli/Dienst; +0,430).

Das Abschlusstraining findet am Samstagmorgen um 10:40 Uhr MESZ statt, dem schließt sich das Qualifying um 14 Uhr an.

© Motorsport-Total.com

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