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Kamui Kobayashi beschert Toyota die dritte Pole-Position bei den 24 Stunden von Le Mans - Nacht der Rekorde sieht neue Bestmarken in allen vier Klassen

Mike Conway, Kamui Kobayashi und Stephane Sarrazin werden die 85. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans von der Pole-Position aus in Angriff nehmen. Eine zauberrunde von Kobayashi im zweiten von drei Qualifyings bescherte dem Toyota TS050 Hybrid #7 den besten Startplatz beim 24h-Rennen 2017. In 3:14.791 Minuten fuhr der ehemalige Formel-1-Pilot schneller als je zuvor ein Fahrzeug auf dem Circuit de la Sarthe. Für Toyota ist es die dritte Pole-Position nach 1999 und 2014.

Bei kühleren Temperaturen als am Mittwoch wurde die Bestzeitenjagd bereits früh im zweiten Qualifying unterbrochen, als ein Unfall von Erik Maris im Eurasia-Ligier #33 (Nicolet/Nicolet/Maris) zu einer 50-minütigen Unterbrechung führte. Kaum war die Strecke wieder freigegeben, begaben sich (fast) alle Werks-LMP1 auf Zeitenjagd - wohl wissend, dass die Strecke jetzt frei sein würde. Kobayashi und die beiden Porsche erwischten komplett freie Runden, der Rekord durch den Toyota-Mann war dennoch beeindruckend.

Trotz der unglaublichen Runde bleibt Kamui Kobayashi ganz bescheiden: "Meine Runde war sehr gut und das Auto fantastisch zu fahren. Ich freue mich sehr über den neuen Streckenrekord. Aber es ist noch nicht vorbei. Wir sind hier beim 24-Stunden-Rennen, dieser Rekord bedeutet eigentlich nichts. Anfangs der Woche habe ich mich noch nicht so wohl gefühlt, aber wir haben einige Änderungen vorgenommen und die haben sich ausgezahlt. Aber das Rennen dauert 24 Stunden. Wir werden sehen, wo wir am Ende stehen."

Porsche begnügt sich mit Reihe zwei

Nicht an der Zeitenjagd beteiligte sich der Toyota #8 (Davidson/Buemi/Nakajima). Bei diesem musste bereits zu Beginn der zweiten Trainingssitzung der Motor getauscht werden. Kazuki Nakajima holte die verlorene Zeit im abendlichen dritten Qualifying nach und markierte 3:17.128 Minuten, was für den zweiten Startplatz reichte.

Die beiden Porsche 919 Hybrid teilen sich die zweite Startreihe. Im Doppelschlag im zweiten Quali kam die #1 (Jani/Lotterer/Tandy) auf 3:17.259 Minuten, das Schwesterfahrzeug #2 (Bernhard/Bamber/Hartley) auf 3:18.067 Minuten. Der Toyota #9 (Lapierre/Kunimoto/Lopez) erwischte keine freie Runde und startet mit einer Zeit von 3:18.625 Minuten von der fünften Position neben dem ByKolles-CLM #4 (Webb/Kraihamer/Bonanomi), der in 3:24.170 Minuten alle LMP2 hinter sich ließ.

Bei den nicht mehr ganz so kleinen Prototypen stellte Alex Lynn im letzten Qualifying den obligatorischen neuen LMP2-Rekord in 3:25.352 Minuten auf. Die Oreca 07 waren im Qualifying nicht zu schlagen; die ersten 13 Plätze in der LMP2 gingen an das französische Chassis. Die Oreca-Teams lieferten sich einen packenden Kampf, der bis zum Ende offen blieb. An die Lynn-Zeit kam jedoch niemand mehr heran. Auf den weiteren Plätzen folgen Manor #25 (Gonzales/Trummer/Petrow) dank einer 3:25.549 von Witali Petrow und DC Racing #38 (Tung/Laurent/Jarvis) mittels 3:25.911 Minuten von Ho-Pin Tung.

Aston Martin und Ferrari bleiben vorn

In der GTE Pro sah es zwischenzeitlich so aus, als wären Corvette und Ford aus dem bisherigen Tiefschlaf erwacht. Doch am Ende war es dann doch wieder ein Aston Martin, der sich die Pole-Position in der GT-Kategorie holte. Darren Turner markierte den neuen GTE-Rekord von 3:50.837 Minuten im Aston Martin #97 (Turner/Adam/Serra) erst kurz vor Ende des letzten Trainings. James Calado vereitelte eine reine erste Startreihe für Aston Martin und stellte den AF-Corse-Ferrari #51 (Calado/Pier Guidi/Rugolo) in 3:51.028 Minuten auf die zweite Position. Dahinter folgen noch einmal Aston Martin und Ferrari; der beste Ford GT kam auf Position fünf.

Die Larbre-Mechaniker wurden von Fernando Rees für ihre harte Arbeit am Freitag, als das Art-Car #50 (Rees/Brandela/Philippon) bei einem Unfall Schaden nahm, mit einem dicken Geschenk belohnt: 3:52.843 Minuten sind der neue GTE-Am-Rekord und die Pole-Position in der Pro-Am-Kategorie. Favoriten für das Rennen dürfte dennoch der homogener besetzte Aston Martin #98 (Dalla Lana/Lamy/Lauda) sein, der in 3:53.233 Minuten auf die zweite Position der Klasse kam.

In Le Mans steht nun ein Ruhetag am Freitag an, an dem die Autos auf das große Rennen vorbereitet werden. Am Samstag geht es dann morgens um 9 Uhr ins Warm-up. Rennstart ist dann Samstagnachmittag um 15 Uhr MESZ.

© Motorsport-Total.com

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