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Sebastien Buemi muss 2018 keine Rennserie priorisieren
Sebastien Buemi muss 2018 keine Rennserie priorisieren © xpbimages.com

Die Kollision des WEC-Rennens auf dem Nürburgring mit der Formel E in New York stellt mehrere Fahrer vor Probleme - Ab 2018 sollen Kollisionen wieder entfallen

WEC und Formel E wollen sich aufraffen und wieder zu ihrem früheren Gentlemen-Agreement zurückkehren. Nachdem gleich sechs Fahrer an diesem Wochenende von der ärgerlichen Terminkollision betroffen sind, machen die Organisatoren beider Serien klar, dass solche Überschneidungen 2018 nicht mehr stattfinden sollen. Beide Serien müssen auf Fahrer verzichten: Jean-Eric Vergne, Nelson Piquet jun., Nicolas Prost und Sam Bird ziehen die Formel E vor, Jose-Maria Lopez und ausgerechnet Formel-E-Tabellenführer Sebastien Buemi sind gegenüber Toyota in der Langstrecken-Weltmeisterschaft verpflichtet.

Nächstes Jahr werden Fahrer, die in beiden Serien starten, alle Rennwochenenden wahrnehmen können, versprechen die Chefs beider Rennserien. "Für die kommende Saison ist das Ziel, keine Kollisionen mit der Formel E zu haben", verkündet Gerard Neveu. "Wenn die Formel E an dem jetzigen Kalenderentwurf festhält, ist es leicht, so etwas leicht zu vermeiden."

Auch Formel-E-Chef Alejandro Agag betont gegenüber 'Reuters' eine gute Zusammenarbeit: "Wir haben es geschafft, kommendes Jahr keine Zusammenstöße mit der WEC zu haben. Das sind gute Nachrichten. Was wir nicht verhindern können, sind Terminkollisionen mit der Formel 1. Aber da es keine Fahrer gibt, die in beiden Serien an den Start gehen, sollte das kein Problem darstellen." Der WEC-Kalender ist vom Le-Mans-Datum abgesehen noch nicht offiziell präsentiert worden, eine Vorversion wurde aber mit der Formel E diskutiert, die ihren Entwurf bereits vorgestellt hat.

Der Verstoß gegen das Gentlemen Agreement resultierte aus fehlender Kommunikation aus dem Formel-1-Lager. Der ursprüngliche Formel-1-Kalenderentwurf sah einen Großen Preis von Deutschland 2017 Ende Juli vor, der sich aber nie materialisierte. FIA-Restriktionen hätten einen WEC-Lauf auf dem Nürburgring jedoch in diesem Zeitfenster unmöglich gemacht. Als Deutschland aus dem Formel-1-Kalender verschwand, konnten weder WEC noch Formel E ihren Termin mehr verlegen. Durch die neue, freundschaftlichere Atmosphäre seit Ende der Ecclestone-Ära wird so etwas in Zukunft aber nicht mehr passieren.

© Motorsport-Total.com

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