vergrößernverkleinern
2019 kehrt die WEC im Rahmen der "Super-Saison" nach Sebring zurück
2019 kehrt die WEC im Rahmen der "Super-Saison" nach Sebring zurück © xpbimages.com

Zwei Serien, zwei Rennen, ein Motorsport-Wochenende: Streckenchef Wayne Estes über Chancen und Risiken, wenn IMSA und WEC gemeinsam nach Sebring kommen

In der sogenannten "Super-Saison" kehrt die WEC nach Sebring zurück und wird im März 2019 zusammen mit der nordamerikanischen IMSA ein gemeinsames Motorsport-Wochenende bestreiten. Denn am 15./16. März übernächsten Jahres ist für beide Serien ein separates 12-Stunden-Rennen geplant. Lediglich zwei Stunden trennen den Start der WEC um Mitternacht vom Zieleinlauf der IMSA. Zuschauer kommen so in den Genuss von gleich zwei Rennen.

Für Wayne Estes, Präsident des Sebring International Raceway, kam diese Konstellation mindestens genauso überraschend wie für viele Fans. Er habe davon nicht einmal 24 Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe erfahren, verrät er im Gespräch mit 'Daily Sports Cars': "Es war für uns in Sebring eine ebenso große Überraschung wie für jeden anderen auch. Unsere erste Reaktion war: 'Heilige Kuh! Wirklich?' Es war etwas überwältigend."

Doch die Idee, in der WEC ein ähnliches Event wie die 12 Stunden von Sebring zu veranstalten, sei großartig und für alle Seite eine spannende, wenn auch herausfordernde Angelegenheit. Estes gibt zu: "Im Moment sind da noch viel mehr Fragen als Antworten, aber es wird ein Genuss sein, daran zu arbeiten." Das Doppel-Event stellt alle Beteiligten vor allem logistisch gesehen vor eine Mammutaufgabe, denn der Zeitplan ist eng gestrickt.

Status der 12 Stunden von Sebring nicht in Gefahr

Um die Strecke nach dem 12-Stunden-Rennen der IMSA für die WEC zu präparieren, bleiben nur zweit Stunden. Gleiches gilt für die Umrüstung der Boxengasse. "Das wird interessant, denn der Platz im Paddock ist begrenzt und die WEC-Teams haben eben nur diese zwei Stunden, um ihre Boxen aufzubauen. Aber uns bleiben 18 Monate, um all das durchzuplanen. WEC und IMSA arbeiten in diesem Punkt sehr gut zusammen", versichert Estes.

Konkurrenz zwischen beiden Serien oder die Gefahr, dass ein Event das andere in den Schatten stellen könnte, sieht der Sebring-Chef nicht. Die Identität der 12 Stunden von Sebring als IMSA-Rennen bleibe erhalten. Deshalb sei eine kombinierte Startaufstellung auch von vornherein kein Thema gewesen, glaubt Estes: "WEC und IMSA wollten das Ansehen und das Format beider Serien wahren. Sie wollten kein gemischtes Feld."

Deshalb fahre man separat - mit dem Unterschied, dass die WEC anders als ursprünglich geplant voraussichtlich kein reines 12-Stunden-, sondern ein 1500-Meilen-Rennen fahren wird. Vermutlich auch, um sich im Wording deutlicher abzugrenzen. Noch ist jedoch unklar, ob dieser Vorschlag mit einer zeitlichen Begrenzung verbunden ist und wann diese einsetzen würde. Die umgerechnet rund 2400 Kilometer wären jedenfalls kaum in zwölf Stunden zu schaffen.

Estes zeigt sich indes zuversichtlich, dass das Sebring-Wochenende mit IMSA und WEC kein einmaliges Ereignis bleiben wird. "Wir würden ein solches Event nicht mittragen, wenn wir nicht von dessen Zukunft überzeugt wären", sagt er. "Alles, was wir tun, ob für Rennfahrer, Sponsoren, Serien, soll von Dauer sein. Vielleicht nicht immer im selben Format, aber ich denke, dass WEC und IMSA für viele weitere Jahre Seite an Seite zusammenarbeiten werden."

© Motorsport-Total.com

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel