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Toyota will auf dem Fuji Speedway wieder in Le-Mans-Konfiguration fahren
Toyota will auf dem Fuji Speedway wieder in Le-Mans-Konfiguration fahren © xpbimages.com

Toyota wird bei den 6 Stunden von Fuji wieder auf das Low-Downforce-Paket setzen - Kann Gazoo Racing beim Heimrennen Porsche damit ein Bein stellen?

Zwar musste sich Toyota bei den 6 Stunden von Austin wieder Porsche geschlagen geben, doch eine schallende Ohrfeige wie noch in Mexiko-Stadt blieb diesmal aus. Das macht Mut für das anstehende Rennen auf den Fuji Speedway, der Hausstrecke des Automobilgiganten. Hier hat der Toyota TS050 Hybrid im vergangenen Jahr in einem packenden Rennen einen umjubelten Heimsieg gegen Audi und Porsche herausgefahren. Für das diesjährige Rennen holt Toyota nun das Le-Mans-Paket wieder aus der Versenkung.

Die 1,5 Kilometer lange Gerade lädt dazu ein, am Fuße des Mount Fuji auf wenig Abtrieb zu gehen. "Es wird wohl eine Kombination werden", erklärt Toyota-Motorsport-Geschäftsführer Rob Leupen im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Unsere Leute schauen noch, was geht. Wir testen noch etwas im Windkanal und arbeiten im Simulator. Es sind zwei Pakete homologiert. Da müssen wir das Beste daraus machen." Es wird wohl darauf hinauslaufen, das Low-Downforce-Paket auf viel Abtrieb einzustellen, was einen Kompromiss darstellen würde.

"Wir werden in Fuji stark sein, denn da waren wir immer schon gut. Die Strecke kommt uns mehr entgegen", verspricht er. "Als ich Timo Bernhard in Austin gratuliert habe, habe ich ihm gesagt, dass es das letzte Mal war." Die Performance in Austin habe ihn selbst überrascht. Nachdem Toyota in den Trainings weit zurück lag, lieferten sich die TS050 Hybrid einen packenden Kampf mit den Porsche 919 Hybrid.

"Das ist gut und schön, aber es ist gleichzeitig auch schade, dass es wieder nicht gereicht hat. Wir wollen ganz nach vorn. Über die Plätze drei und vier kann man sich nicht freuen. Kurzum: Wir waren besser als erwartet, aber nicht gut genug", fasst Leupen das Austin-Rennen zusammen. Das soll sich bei den drei Asien-Rennen zum Saisonabschluss nun ändern.

Porsche nimmt die Kampfansagen durchaus ernst. Teamchef Andreas Seidl bleit äußerst zurückhaltend: "Wir sehen Fuji als das schwierigste Rennen für uns an. Mit der langen Gerade... Sollte Toyota mit dem Low-Downforce-Paket kommen, könnte das ein Rennen werden, bei dem wir ins Hintertreffen geraten."

Porsche hatte seinerseits mit einem Low-Downforce-Paket die ersten Rennen des Jahres in Angriff genommen und war überraschend konkurrenzfähig. "Es ist ja nicht so, dass man im Le-Mans-Trimm fährt. Man hat ja auch beim Low-Downforce-Kit diverse Einstellmöglichkeiten". erklärt Seidl. Welches Paket Porsche verwenden wird, lässt er noch offen.

© Motorsport-Total.com

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