vergrößernverkleinern
Thierry Neuville fehlten in Schweden weniger als fünf Sekunden auf den Sieg
Thierry Neuville fehlten in Schweden weniger als fünf Sekunden auf den Sieg © Hyundai

Thierry Neuville verpasst den Sieg bei der Rallye Schweden nur um wenige Sekunden - Die starke Performance ist für das Hyundai-Werksteam ein Weckruf

Knappe Niederlage, aber großer Jubel bei Hyundai: Thierry Neuville konnte bei der Rallye Schweden zum ersten Mal das starke Volkswagen-Werksteam herausfordern und fast besiegen. Nach 21 Prüfungen fehlten dem Belgier nur 4,6 Sekunden auf Sieger Sebastien Ogier. "Was für eine Rallye", schwärmt Neuville nach dem großen Kampf im Ziel. "Es ist schon lange her, seit es das letzte Mal so eine enge Rallye gegeben hat."

"Es war großartig, ein Teil dieses spannenden Finales zu sein. Niemand hat erwartet, dass wir am Ende noch eine Chance haben würden. Es war eine brillante Performance", jubelt der Vizeweltmeister von 2013. Neuville holte am Freitag die erste Bestzeit für Hyundai in diesem Jahr. Am Samstag eroberte er mit zwei weiteren Bestzeiten die Führung und ging als Leader in den Sonntag.

Am Ende war nur Ogier einen Tick schneller. "Natürlich habe ich alles gegeben, um zu gewinnen. Ich bin auch Risiken eingegangen", gibt Neuville zu. "Ich hätte ehrlich gesagt nicht mehr machen können. Der zweite Platz ist für mich und das gesamte Team ein sehr schönes Ergebnis." Außerdem gewann Neuville am Samstag mit dem Rekordsprung von 44 Metern den "Colin's Crest Award" Mit 30 Punkten (zwei Zusatzzähler in der Power Stage) ist Neuville nach zwei Rallyes WM-Zweiter.

Die Rallye Schweden hat außerdem gezeigt, welche Fortschritte Hyundai in einem Jahr gemacht hat. Noch fahren Neuville und seine Teamkollegen mit dem alten Modell von 2014. Vor zwölf Monaten war in Schweden kein Hyundai in den Top 10 zu finden. An diesem Wochenende kamen alle drei i20 ins Ziel. "Dieser Podestplatz ist für uns ein großartiges Resultat", jubelt Motorsportchef Michel Nandan.

Von der starken Leistung will er sich jedoch nicht blenden lassen. "Unsere Performance war ermutigend, aber gleichzeitig müssen wir feststellen, dass wir noch viel arbeiten müssen", betont Nandan. "Thierry hat an diesem Wochenende eine außergewöhnliche Pace gezeigt und sein zweiter Platz ist hochverdient. Wir profitierten natürlich auch von Andreas (Mikkelsen; Anm. d. Red.) Missgeschick in der Power Stage, aber das schmälert Thierrys super Performance nicht."

"Wir waren das gesamte Wochenende dabei und es war etwas Besonderes, ein Teil dieses spannenden Finales zu sein." Die Stimmung war im Hyundai-Pavillion bestens, es wurde ausgelassen der vierte Podestplatz in der Rallye-WM gefeiert. "Ein Podestplatz, zwei Punkte in der Power Stage und die Plätze zwei in der Fahrer- und Herstellerwertung sind wunderbar", lächelt Nandan.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel