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Mads Östberg setzte in der Superspecial das erste Ausrufezeichen
Mads Östberg setzte in der Superspecial das erste Ausrufezeichen © xpbimages.com

Mads Östberg besiegt Sebastien Ogier im direkten Duell beim Auftakt zur Rallye Schweden - WRC2-Fahrer Pontus Tidemand sorgt in Superspecial für Überraschung

Die Rallye Schweden startete am Donnerstagabend mit einer kurzen Superspecial in Karlstad. Traditionell traten die WRC-Asse auf einem insgesamt 1,90 Kilometer kurzen künstlichen Parcours paarweise gegeneinander an. Das mit Spannung erwartete Duell lautete am Ende Volkswagen gegen Citroen - Sebastien Ogier gegen Mads Östberg. Im Ziel hatte Östberg knapp die Nase vorne. "Ich wollte Ogier zeigen, wie es an diesem Wochenende sein wird", strotzt der Norweger vor Selbstvertrauen. "Hoffentlich geht es so weiter. Es wird aber nicht einfach, die gesamte Rallye einen guten Rhythmus zu halten."

Weltmeister Ogier war um 0,8 Sekunden langsamer und sortierte sich nach WP1 nur an der siebten Stelle ein. "Es wird eine lange Rallye", blickt der Franzose auf die nächsten drei Tage voraus. "Für mich wird es schwierig, weil ich die Prüfungen eröffnen muss. Wenn er gut fährt, wird es für ihn nicht so schwer werden mich zu schlagen. In der Superspecial habe ich alles beim Start verloren. Es war aber eine schöne Stage." Ogier muss die Prüfungen am Freitag und Samstag als Erster eröffnen.

Östberg war in WP1 aber nicht der Schnellste, denn diese Ehre ging an Lokalmatador Pontus Tidemand. Der Schwede war schon einer der ersten Fahrzeuge und seine Zeit von 1:32,1 Minuten wurde nicht mehr geschlagen, Östberg war als Zweiter um 0,3 Sekunden langsamer. Bemerkenswert an Tidemands Bestzeit: Er ist mit einem Ford Fiesta RRC am Start und ist für die WRC2 eingeschrieben.

Im zweiten Duell Volkswagen gegen Citroen hatte der Polo die Nase vorne. Jari-Matti Latvala besiegte Kris Meeke und sortierte sich als Dritter ein. "Mein Start war schlecht, Jari hat mir da schon 1,2 Sekunden abgenommen", ärgert sich Meeke, der nur Rang 13 belegte. Bester Hyundai-Fahrer nach WP1 ist Thierry Neuville auf Platz vier. Der Belgier behielt im Duell mit Elfyn Evans (M-Sport Ford) die Oberhand.

Evans Teamkollege Ott Tänak setzte sich gegen Ford-Privatier Robert Kubica durch. "Es war okay, am Start hatte ich einen kleinen Nachteil", sagt der Pole zu seiner Fahrt, die ihn auf Rang acht brachte. "In dieser Prüfung kann man viel verlieren und nichts gewinnen." Keinem Fahrer unterliefen in Karlstad grobe Schnitzer, weshalb das Feld sehr eng beisammen liegt. Evans hat als 21. nur 4,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Somit endete der kurze Show-Auftakt in Schweden mit einem WRC2-Boliden an der Spitze.

Am Freitag startet die Rallye so richtig. Insgesamt stehen zunächst sieben Prüfungen auf dem Programm, die die WRC-Asse auch über die Grenze ins benachbarte Norwegen führt. Am Nachmittag geht es wieder zurück nach Schweden, wo am Abend erneut die Superspecial in Karlstad absolviert wird. Die unterlegenen Fahrer können bereits in 24 Stunden Revanche nehmen.

Gesamtwertung nach WP1 (Top 10):01. Pontus Tidemand (Ford) - 1:32,1 Minuten02. Mads Östberg (Citroen) +0,3 Sekunden03. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) +0,404. Thierry Neuville (Hyundai) +0,605. Andreas Mikkelsen (Volkswagen) +0,706. Ott Tämak (Ford) +1,007. Sebastien Ogier (Volkswagen) +1,108. Robert Kubica (Ford) +2,009. Juri Protasow (Ford) +2,210. Kevin Abbring (Hyundai) +2,5

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