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Dank cleverer Reifenstrategie und mutiger Fahrt führt Thierry Neuville in Schweden
Dank cleverer Reifenstrategie und mutiger Fahrt führt Thierry Neuville in Schweden © xpbimages.com

Hyundai-Ass Thierry Neuville erobert am Ende der Samstagsetappe die Führung der Rallye Schweden- Volkswagen-Duo Mikkelsen und Ogier knapp dahinter

Die Rallye Schweden, zweiter Lauf der WM-Saison 2015, bleibt auch nach der Samstagetappe hochspannend: Hyundai-Werksfahrer Thierry Neuville forderte das starke Volkswagen-Duo heraus und schnappte sich in WP18, der letzten Prüfung des Tages, die Führung. Es ging aber knapp zu, denn Andreas Mikkelsen, der seine Führung bis dahin knapp verteidigen konnte, hat vor den abschließenden drei Prüfungen am Sonntag nur 1,5 Sekunden Rückstand. Weltmeister Sebastien Ogier konnte seinen Rückstand im Laufe des Tages ebenfalls reduzieren und liegt als Dritter nur 9,6 Sekunden zurück.

Neuville absolvierte die Prüfungen 11-17 im Windschatten der Volkswagen-Fahrer. Dank einer klugen Reifenstrategie hatte der Belgier für WP18 "Vargasen 2" noch zwei frische Vorderreifen zur Verfügung. Der Angriff zahlte sich aus, denn Neuville katapultierte sich mit seiner beherzten Fahrt an die Spitze des Gesamtklassements. "Das war eine der besten Prüfungen, die ich je gefahren bin", freut sich der Hyundai-Werksfahrer. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl im Auto."

Außerdem stellte Neuville über den berühmten "Colin's Crest", der im Laufe der "Vargasen"-Prüfung passiert wird, mit 44 Metern einen neuen Weitenrekord auf. Für den Sonntag hat Neuville gute Karten, denn es wird in gestürzter Reihenfolge gestartet. Als Führender hat er die beste Ausgangsposition: "Ich werde ganz bestimmt nicht langsamer fahren. Kann ich gewinnen? Ich glaube schon!"

Mikkelsen stellte heute in einer WP die Bestzeit auf und verwaltete bis zur letzten Prüfung knapp die Führung. Mit lediglich 1,5 Sekunden Rückstand hat der Norweger noch alle Chancen auf seinen ersten WRC-Sieg. "Morgen wird ein interessanter Tag werden", weiß der Volkswagen-Youngster. Weltmeister Ogier musste auch am Samstag als Erster die Prüfungen eröffnen und vor allem in der Nachmittagsschleife, nachdem die historischen Autos gefahren sind, den "Straßenfeger" spielen.

Aus 24,7 Sekunden Rückstand am Morgen machte Ogier auch dank dreier Bestzeiten nur noch 9,6 Sekunden Rückstand. Auch er hat am Sonntag noch alle Siegchancen, wenn er eine bessere Startposition vorfinden wird: "Ich habe mein Bestes geben. Von den Bedingungen her war es schrecklich, aber ich gab mein Bestes", sagt der Franzose über seinen langen Tag. Das Toptrio befindet sich vorne alleine auf weiter Flur, denn Mads Östberg (Citroen) liegt als Vierter schon 53,4 Sekunden zurück.

Bester Ford-Pilot ist M-Sport-Youngster Ott Tänak, der auf einem vermeintlich sicheren fünften Platz liegt. "Kiwi" Hayden Paddon (Hyundai) behauptete den sechsten Rang. Dahinter entbrannte am Nachmittag ein enger Dreikampf um die weiteren Plätze. Der Tscheche Martin Prokop (Ford) warf seine Erfahrung in die Waagschale und holte 20 Sekunden auf die beiden Briten Elfyn Evans (Ford) und Kris Meeke (Citroen) heraus und ist Siebter. Evans hat als Achter nur noch vier Zehntelsekunden Vorsprung vor Meeke.

Meeke eroberte in WP16 "Rämmen 2" seine erste Bestzeit bei einer Winterrallye. Anschließend meldete sich Robert Kubica (Ford) im kurzen "Hagfors Sprint 2" (WP17) mit der schnellsten Zeit. Der Pole beendete die Etappe auf Rang 16. Morgen Sonntag stehen noch drei spannende Prüfungen auf dem Programm. "Lesjöfors" dient als Aufwärmtraining, bevor zweimal "Värmullsasen" gefahren wird. Beim zweiten Mal dient diese WP als Power Stage.

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