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Nasser Al-Attiyah (re.) mit seinem neuen Co-Piloten Matthieu Baumel (li.)
Nasser Al-Attiyah (re.) mit seinem neuen Co-Piloten Matthieu Baumel (li.) © xpbimages.com

Dakar-Triumpf, MERC-Sieg und Klassensieg in der WRC2: Das Jahr 2015 hätte für Nasser Al-Attiyah nicht besser beginnen können

Für Nasser Al-Attiyah läuft derzeit alles perfekt. Im Januar gewann der Allrounder zum zweiten Mal die Rallye Dakar. Anfang Februar startete der Katari mit einem Sieg in die Saison der Middle-East Rallye-Meisterschaft (MERC) und am vergangenen Wochenende holte er in Mexiko den Klassensieg in der WRC2. An den ersten beiden Tagen herrschte ein enges Duell zwischen Juri Protasow und Al-Attiyah um die Führung. Beide hatten mit dem Ford Fiesta RRC identisches Material zur Verfügung.

Al-Attiyah verfolgte seine gewohnte Taktik: Am Freitag fuhr er nicht am Limit und tastete sich Schritt für Schritt heran. Ab dem Samstag wurde der Angriff gestartet. Es sah aber alles nach einem Sieg von Protasow aus, denn der Mann aus der Ukraine hatte schon eine halbe Minute Vorsprung. Al-Attiyah hatte zusätzlich Zeit durch einen Dreher in WP13 verloren. "Er hatte einen sehr guten Speed", lobt er seinen Konkurrenten. "Mann muss bei dieser Rallye clever sein."

Al-Attiyah fuhr nicht nur clever, sondern hatte auch das Glück auf seiner Seite. In der langen Otates-Prüfung (WP16) wendete sich das Blatt. Protasow blieb liegen und Al-Attiyah übernahm Platz eins. "Wir haben Protasow unter Druck gesetzt, so läuft das Spiel", sagt der zweifache Dakar-Sieger. Von da weg kontrollierte er den Vorsprung von mehreren Minuten ins Ziel. "Ich freue mich sehr über den WRC2-Sieg hier in Mexiko!"

"Es war eine sehr harte Rallye mit einigen starken Fahrern. Mein Team hat sehr gut gearbeitet und wir hatten eine gute Strategie." Al-Attiyah arbeitet in diesem Jahr nicht mehr mit Giovanni Bernacchini sondern mit Matthieu Baumel als Co-Piloten zusammen. Die Erfolge zeigen, dass das Duo gut zusammenpasst. "Es war gut, ihm eine Chance in der WRC zu geben. Er ist einer der besten Beifahrer der Welt", lobt Al-Attiyah. "Ich bin sehr glücklich, Matthieu an meiner Seite zu haben."

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