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Thierry Neuville kämpfte am Freitag mit Sebastien Ogier um die Führung
Thierry Neuville kämpfte am Freitag mit Sebastien Ogier um die Führung © Hyundai

Trotz verpasstem Podestplatz ist Hyundai mit der Rallye Mexiko zufrieden: Die Performance des i20 ist auch auf Schotter besser geworden

Vor einem Jahr jubelte Hyundai nach der Rallye Mexiko über den ersten Podestplatz. Am Vergangenen Wochenende nahm das Team mit Sitz im deutschen Alzenau keinen Pokal aus Mittelamerika mit. Zu Beginn der Rallye wirkten sich die Motorupgrades am i20 WRC positiv aus, denn Thierry Neuville kämpfte im Spitzenfeld mit, schied am Freitagnachmittag aber durch Unfall aus. Auch Hayden Paddon kam im Laufe der ersten langen Etappe von den Schotter-Straßen ab.

Nur Dani Sordo musste nicht auf die Rallye2-Regel zurückgreifen, obwohl der Spanier mit Reifenschäden, Getriebe- und Bremsproblemen kämpfen musste. Am Ende kam der Spanier mit fünf Minuten Rückstand als Fünfter ins Ziel. "Ich habe es genossen, dieses Wochenende wieder mit dem Team zu verbringen", sagt Sordo, nachdem er Schweden verletzungsbedingt auslassen hatte müssen. "Ich fühlte mich im Auto gut und die Performance war in den meisten Prüfungen auch konkurrenzfähig."

Sordo stellte eine Bestzeit auf. "Wir hatten aber auch einige Probleme, was bei dieser harten Rallye normal ist. Körperlich fühlte ich mich die meiste Zeit okay, aber nach der langen Guanajuatito-Prüfung am Sonntag spürte ich Schmerzen. Trotzdem ist der fünfte Platz sehr gut. Wir konnten auch einige Punkte für die Hersteller-WM sammeln. Auf dieser Leistung will ich in Argentinien aufbauen." Hyundai liegt mit 75 Punkten weiterhin auf dem zweiten Platz hinter Volkswagen.

Vor allem Neuville zeigte die Fortschritte bei Hyundai. Der Belgier markierte insgesamt drei Prüfungsbestzeiten und fuhr nach seinem Ausfall wieder auf den achten Rang nach vor. Außerdem sicherte sich Neuville in der Power Stage einen Bonuspunkt. "Ich wollte in den letzten Prüfungen mein Maximum geben. Die lange Guanajuatito WP war perfekt. Dann fuhr ich Bestzeit und holte in der Power Stage einen Punkt. Ich bin also zufrieden", sagt Neuville.

"Das Auto war an diesem Wochenende konkurrenzfähig. Deshalb ist es schade, dass ich mich am Freitag überschlagen habe. Trotzdem hat das Team an diesem Wochenende sehr gut gearbeitet und wir konnten noch einige Punkte mitnehmen", so der Vizeweltmeister von 2013. In der WM fiel Neuville hinter Andreas Mikkelsen (Volkswagen) auf den dritten Platz zurück. Die Gesamtleistung bei der ersten Schotter-Rallye des Jahres gibt ihm dennoch Auftrieb.

In naher Zukunft soll es noch weitere technische Fortschritte geben. Neuville sieht die Entwicklung bei Hyundai positiv: "Unsere Bestzeiten am Freitag und die starken Leistungen zeigen unser Potenzial. Es ist gut, dass wir mit allen drei Autos ins Ziel gekommen und weiterhin Zweiter bei den Konstrukteuren sind." Trotz diverser technischer Schwierigkeiten an allen drei Boliden konnten sie alle gelöst werden. Nur Unfälle waren für die Ausfälle von Neuville und Paddon verantwortlich.

Der Neuseeländer musste bei seinem Neustart am Samstag als Erster die Schotter-Straßen fegen und hatte dadurch einen Nachteil. Am Sonntag wurden seine Zeiten dann besser. "Es war eine turbulente Rallye, aber ich denke, wir können einige positive Dinge mitnehmen", findet Paddon. Er belegte im Endergebnis Platz 17. "Das Auto war sehr gut. Vor dem letzten Tag habe ich Onboard.-Videos meiner Teamkollegen studiert. Das hat mir viel geholfen."

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