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Ein gewohntes Bild: Sebastien Ogier in Siegerpose
Ein gewohntes Bild: Sebastien Ogier in Siegerpose © xpbimages.com

Sebastien Ogier scheint den Verfolgern in der Rallye-WM bereits zu enteilen, sieht in seinen drei Siege aber nicht mehr als eine gute Ausgangsposition

Drei Siege bei drei Rallyes und schon 34 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung: Gegen Sebastien Ogier (Volkswagen) ist in dieser Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) bisher kein Kraut gewachsen. Während die Konkurrenz patzt, zeigt der Weltmeister fehlerfreie Leistungen und geht schon in der Frühphase der Saison mit Siebenmeilenstiefeln dem dritten WM-Titel in Folge entgegen.

Doch Ogier mahnt: Nach drei von 13 Saisonläufen sei noch nichts entschieden, im weiteren Saisonverlauf könne noch viel passieren. Bei der Pressekonferenz nach der Rallye Mexiko erklärt Ogier auch, warum ihm der Sieg trotz schlechter Ausgangsposition überraschend einfach gelungen sei und wie er schon bei einem Test vor der Rallye die Grundlage zu WM-Sieg Nummer 27 legte.

Frage: "Sebastien, eine unglaubliche Vorstellung von dir an diesem Wochenende und ein großartiger Sieg in Mexiko. Du hattest sicherlich nicht erwartet, die ersten drei Rallyes in dieser Saison alle zu gewinnen, oder?"Sebastien Ogier: "Mir fehlen die Worte, um dieses Wochenende zu beschreiben. Es sah schlimmer aus, als es letztendlich war. Es sah von Anfang an sehr schwierig aus, bei einer der schwierigsten Rallyes des Jahres als Erster zu starten. Es lief aber alles perfekt. Unsere Reifenwahl war gut, und im richtigen Moment hatten wir auch etwas Glück. Julien (Ingrassia, Beifahrer; Anm. d. Red.) und ich haben hart gepusht, keine Fehler gemacht und waren über unsere Position am Freitag überrascht. Da haben wir realisiert, dass wir um den Sieg kämpfen können."

Frage: "Hast du überhaupt keinen Druck gespürt?Ogier: "Ich hatte keinen Druck. Okay, ich musste zwar als Erster auf die Strecke, hatte aber die Punkte aus den ersten beiden Rallyes schon auf dem Konto. Daher lastet der Druck nicht auf meinen Schultern. Ich habe härter als sonst gearbeitet, selbst beim Test, als es darum ging die richtige Abstimmung zu finden. Das Auto hat bei rutschigen Bedingungen besser als je zuvor funktioniert."

Frage: "Was bedeutet dir die Rallye Mexiko?"Ogier: "Ich mag sie so sehr. Dort begann mit einem Sieg in der Junior-Kategorie vor einigen Jahren meine Karriere in der WRC. Ich bin immer wieder gerne hier. Die Straßen liegen mir, ich konnte mein Tempo kontrollieren und einen guten Vorsprung herausfahren. Das soll jetzt nicht arrogant klingen, aber ich musste gar nicht mal so hart kämpfen. Diese Straßen sind wie für mich gemacht."

Frage: "Und dann hast du noch die Powerstage gewonnen!"Ogier: "Diese Prüfung liebe ich ganz besonders. Man darf aber nicht vergessen, dass erst drei von 13 Rallyes gefahren sind. Wir dürfen uns nicht ausruhen! Der Weg ist noch weit, und es gibt noch viel zu tun. Es sind gibt jetzt fünf Schotter-Rallyes in Folge. Das kann ein Vorteil sein, aber nicht immer kann es so wie an diesem Wochenende laufen. Es kann und wird vieles passieren. Nach drei Rallyes sind wir in einer großartigen Position, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns."

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