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Mads Östberg reist mit dem Rückenwind von Mexiko nach Argentinien
Mads Östberg reist mit dem Rückenwind von Mexiko nach Argentinien © Citroen

Mads Östberg kann nach Platz zwei in Mexiko befreit auffahren: In Argentinien will der Citroen-Pilot angreifen - Kris Meeke muss in erster Linie ins Ziel kommen

Die Rallye Argentinien wurde in den vergangenen zehn Jahren von Citroen dominiert. Im Jahr 2004 legte Carlos Sainz mit dem Xsara den Grundstein. Anschließend folgte die Herrschaft von Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb. Der Franzose siegte 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011, 2012 und 2013. Erst im vergangenen Jahr konnte Volkswagen die Citroen-Dominanz beenden. Kris Meeke schaffte es vor zwölf Monaten als Dritter auf das Podest, Mads Östberg schied aus.

In den vergangenen sieben Wochen seit der Rallye Mexiko war das französische Team nicht untätig. Es wurde in Portugal getestet und die Entwicklung für die weitere Saison festgelegt. Bei der Rallye Portugal soll es auch eine neue Aerodynamik und kleinere Verbesserungen geben. Gemeinsam mit Michelin wurde außerdem in Spanien ein Reifentest für die Asphalt-Rallyes in der zweiten Saisonhälfte durchgeführt.

Östberg tritt mittlerweile schon zum fünften Mal in Argentinien an. Sein bestes Ergebnis datiert aus dem Jahr 2012, als der Norweger hinter zwei Citroen Dritter wurde. "Es ist sehr selten, dass zwischen zwei Rallyes sieben Wochen Pause ist. Das war fast so lang wie die Winterpause zu Weihnachten. Deshalb freue ich mich schon darauf, wenn ich wieder in den DS3 steigen kann", sagt Östberg im Vorfeld des vierten WRC-Laufs der Saison.

"Nach Mexiko hatten wir einen guten Test. Ich konnte dabei an einigen Features für die 2015er-Spezifikation unseres DS3 arbeiten." Zuletzt in Mittelamerika eroberte Östberg den starken zweiten Platz. Deshalb will er in Argentinien die gleiche Taktik verfolgen: "Ich muss von Beginn an eine konstante und schnelle Pace fahren, und sie dann halten! Mein Ziel ist, dass ich weiterhin die großen WM-Punkte mitnehme."

Teamkollege Kris Meeke hatte in der noch jungen Saison nicht viel Glück. Platz sieben in Schweden ist bisher sein bestes Ergebnis. Der Nordire wird zum zweiten Mal in Argentinien an den Start gehen. Citroen-Motorsportchef Yves Matton gibt Meeke deshalb eine andere Taktik mit auf den Weg: "Wir haben mit Kris daran gearbeitet, seine Schwächen zu identifizieren. Er wird Argentinien anders angehen, denn er muss Fehler vermeiden, die ihn bisher gute Resultate gekostet haben. Da er sich etwas ruhiger vorbereitet hat, hat er auch mehr Raum, um sicherzugehen, dass er ins Ziel kommt."

Mit den langen Prüfungen ist Argentinien eine Marathon-Rallye. Die Faustregel lautet: Kommt man ohne große Schwierigkeiten über die Distanz, sollte man in den Top 5 landen. "Es ist wichtig, mit einer frischen Perspektive nach Argentinien zu reisen", nimmt sich Meeke vor. "Zwei Drittel der Route wurden für dieses Jahr verändert. Die Erfahrung ist deshalb nicht so wichtig. Im Vorjahr war ich von Beginn an schnell und habe die Rallye genossen."

"Diesmal sind die Rahmenbedingungen für mich anders. Ich weiß, was ich zu tun habe. Ich muss mich darauf konzentrieren zu fahren und darf keine Fehler machen. Auf diese Art werde ich meine Pace finden." Citroen setzt in Argentinien drei DS3 WRC ein. Den dritten Boliden wird Khalid Al-Qassimi fahren. Der Fahrer aus Abu Dhabi ist derzeit Zweiter der Middle-East-Meisterschaft (MERC).

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