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Dani Sordo fuhr als einziger Hyundai-Pilot in die Punkteränge
Dani Sordo fuhr als einziger Hyundai-Pilot in die Punkteränge © Hyundai Motorsport

Durch Unfälle und technische Probleme lässt Hyundai bei der Rallye Argentinien eine Menge WM-Punkte liegen - Thierry Neuville fliegt bei der Powerstage ab

Die Rallye Argentinien war für das Werksteam von Hyundai eine Rallye der verpassten Chancen. Anstatt von den Problemen der Konkurrenz zu profitieren, stelle sich das Team aus dem deutschen Alzenau mehrmals selber ein Bein. Durch Unfälle und Defekte wurden gute Ausgangspositionen verspielt. So steht am Ende der Rallye nur ein fünfter Platz und zwei Bonuspunkte aus der Powerstage für Dani Sordo zu Buche.

Negativer Höhepunkt war am Samstag der Unfall von Hayden Paddon bei der neunten Wertungsprüfung. Der Neuseeländer kam von der Strecke ab und fuhr in eine Gruppe von Zuschauern. Sechs Besucher mussten mussten teils schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht werden. "Der Unfall passierte an einer Kuppe in einer schnellen Rechtskurve", sagt Paddon. "Am Vormittag sind wir mit Vollgas über diese Kuppe gefahren, wobei das Auto nur leicht abgehoben ist."

"Am Nachmittag waren die Spurrillen tiefer. Wir gingen wieder mit Vollgas über die Kuppe, doch das Auto flog weiter und landete ungünstig", beschreibt der Neuseeländer den Unfallhergang. "Leider standen dort einige Zuschauer, die wir getroffen haben. Allen Betroffenen gelten unsere besten Wünsche."

Thierry Neuville nach Unfall enttäuscht

Frust pur herrschte bei Thierry Neuville. Nach einer über weite Strecken farblosen Vorstellung lag der Belgier vor der letzten Wertungsprüfung auf Rang vier. Doch in der abschließenden Powerstage kam Neuville nur einige hundert Meter weit, eh er einen Felsen traf. Dieser hebelte seinen i20 WRC aus, bei der Landung brach das linke Hinterrad ab und Neuville musste aufgeben.

"Es ist für mich und das Teams enttäuschend, die Rallye so zu beenden. Ich habe bei der Powerstage den Fehler gemacht, von Beginn an zu sehr zu attackieren", sagt Neuville. "Ich hätte mich darauf konzentrieren sollen, die Position abzusichern, was für beide Meisterschaften das wichtigste gewesen wäre."

So musste Sordo für Hyundai die Kastanien aus dem Feuer holen. Mit Platz fünf und Platz zwei bei der Powerstage gewann der Spanier immerhin zwölf WM-Punkte, aber auch für ihn wäre mehr möglich gewesen. Sordo lag am Samstag auf Rang vier in Schlagdistanz zum Podium, als sein i20 WRC wegen eines Elektrikdefekts ausrollte.

Sordo sieht "einiges Positives"

"Nach der Enttäuschung des Ausfalls am Samstag, schlug in bei der El-Condor-Prüfung zurück und war zwei Mal Zweiter. Dadurch konnte ich auch zwei Bonuspunkte bei der Powerstage mitnehmen, was ein schöner Bonus ist", so der Spanier. "Wir hatten einige mechanische Probleme, aber ich bin gut gefahren und konnte gute Zeiten fahren. Wir können einiges Positives mitnehmen."

"Wir wussten, dass es eine schwierige Veranstaltung werden würde, und so war es dann auch", hält Teamchef Michel Nandan fest. "Wir hatten an allen drei Tagen verschiedene Schwierigkeiten, seien es mechanische Probleme oder Zwischenfälle." Über den späten Ausfall Neuvilles war auch Nandan enttäuscht. "Unser Ziel war, die Positionen zu halten und Punkte für die Herstellerwertung zu gewinnen. Das Ergebnis ist natürlich nicht das, was wir uns erhofft hatten", sagt er. "Wir werden das gesamte Wochenende analysieren und auf diese Erfahrungen bei den nächsten Rallyes aufbauen."

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