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Seit Wales 2012 hat der Ford Fiesta keinen WM-Lauf gewonnen
Seit Wales 2012 hat der Ford Fiesta keinen WM-Lauf gewonnen © M-Sport/McKlein

Seit 2012 hat Ford keine Rallye gewonnen: Malcolm Wilson ist dennoch von der Konkurrenzfähigkeit des Fiesta überzeugt - Neue Evolution in Portugal

Die WRC-Saison 2015 stand bisher ganz im Zeichen des Weltmeisters. Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier gewann in Monte Carlo, Schweden und Mexiko und ist bisher ungeschlagen. Die Siegesserie von Volkswagen hält nun schon seit Australien im Vorjahr an, also seit sieben Rallyes. Obwohl es auf den ersten Blick wie eine totale Dominanz aussieht, konnten Citroen und Hyundai Ogier phasenweise herausfordern.

In Monte Carlo zeigte Rekordweltmeister Sebastien Loeb, dass der aktuelle Citroen DS3 WRC konkurrenzfähig ist, und in Schweden brachte Hyundai-Speerspitze Thierry Neuville Ogier an den Rand der Niederlage. Ford konnte in den ersten drei Rallyes nicht um einen Podestplatz mitkämpfen. M-Sport wird die überarbeitete Version des Fiesta RS WRC mit Wippenschaltung bei der Rallye Portugal Ende Mai zum ersten Mal einsetzen.

M-Sport-Chef Malcolm Wilson ist überzeugt, dass man damit einen Schritt nach vorne machen wird. "Wir haben den Fiesta nun seit einiger Zeit. Die neueren Autos von Volkswagen und Hyundai haben einen kleinen Vorteil, weil sie zu einem späteren Zeitpunkt homologiert wurden, als die neuesten Technologien erhältlich waren", wird der Brite von 'Crash.Net' zitiert. "Ich glaube, jedes Modell ist siegfähig."

Der Fiesta und der DS3 werden seit 2011 in der Rallye-WM eingesetzt. Der Polo debütierte 2013 und der i20 fährt seit der vergangenen Saison und ist somit das jüngste Auto im Feld. "Ein Fiesta hat bei jeder Rallye mindestens eine Prüfungsbestzeit aufgestellt", verweist Wilson auf den Speed des Autos. "Und Robert Kubica ist einige beeindruckende Zeiten gefahren." Der Pole verwendet im Gegensatz zu den Werksautos, die auf Michelin setzen, Pirelli-Reifen.

"Der aktuelle Fiesta hat das Potenzial für Siege", ist der M-Sport-Boss überzeugt. "Das ist ein gutes Zeichen für die neue Evolution, die in Portugal zum ersten Mal eingesetzt wird." In Zukunft müssen auch die Fahrer zeigen, dass sie auf das Podest fahren können. Bei Kubica verhindern häufige Zwischenfälle Spitzenergebnisse. Auch Ott Tänak hat nur in Schweden mit Platz vier geglänzt und war sonst neben der Strecke, oder im Falle von Mexiko im Wasser zu finden.

Elfyn Evans gilt als große Nachwuchshoffnung. Mit den Plätzen sieben, sechs und vier zeigte der Waliser solide Leistungen. Wilson ist sich sicher, dass Evans im Laufe seiner zweiten Saison weitere Steigerungen zeigen wird: "Ich denke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir Elfyn auf dem Podium sehen. Man muss sich nur ansehen, wie stark er sich vom Vorjahr entwickelt hat. Er hat schon vier vierte Plätze und das Podest ist nur noch einen Schritt entfernt."

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