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Jost Capito lässt seine Piloten frei gegeneinander fahren
Jost Capito lässt seine Piloten frei gegeneinander fahren © Volkswagen

Freie Fahrt für seine Fahrer: Volkswagen-Motorsportdirektor Jost Capito erklärt, warum er Teamorder ablehnt: "Es muss aufregend sein"

Die Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen verfügen mit dem Polo R WRC in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) über ein Auto, mit dem sie jede Rallye gewinnen können. Und diese Chance wird ihnen vom Team auch bei jeder Rallye gegeben, denn Volkswagen-Motorsportdirektor Jost Capito ist ein erklärter Gegner von Teamorder.

Das liegt vor allem daran, dass er mit Leib und Seele bei der Rallye dabei ist. "Ich betrachte das Ganze sehr aus der Perspektive des Rallye-Fans, denn ich bin selbst auch einer. Das ist die Art von Motorsport, die ich am meisten mag", sagt Capito im Interview 'WRC Live Radio'. "Es muss aufregend sein."

Doch mit dem Verzicht auf Teamorder, den Capito in der Vergangenheit bereits offen praktiziert hat, befriedigt er nicht nur seine eigenen Bedürfnisse. Denn letztlich seien die Interessen der Fans auch der Maßstab für die Aktiven des Rallyesports.

"Was den Fans gefällt, ist gut für den Sport und damit letztendlich auch für die Hersteller", sagt Capito. "Natürlich wollen wir jede Rallye gewinnen, aber wenn die anderen aufholen und mit uns kämpfen, dann ist das gut. Je aufregender und unberechenbarer die WRC ist, umso besser ist es."

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