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Sebastien Loeb hat in seiner einzigartigen Karriere 78 WM-Rallyes gewonnen
Sebastien Loeb hat in seiner einzigartigen Karriere 78 WM-Rallyes gewonnen © xpbimages.com

Sebastien Loeb schließt weitere WRC-Gaststarts nicht kategorisch aus: Trotzdem betont der Rekord-Champion, dass es keine konkreten Pläne gibt

Als Sebastien Loeb im vergangenen Winter bestätigte, dass er bei der Rallye Monte Carlo ein einmaliges Comeback für Citroen geben würde, war die Begeisterung in der Rallye-Szene groß. Wie würde sich der Rekord-Weltmeister nach mehreren Monaten Pause gegen seinen "Nachfolger" Sebastien Ogier schlagen? Ogier gewann mit seinem Volkswagen schließlich den Klassiker, doch Loeb forderte den jüngeren Franzosen vor allem am ersten Tag heraus. Ein kleiner Fahrfehler des Altmeisters beendete das Mega-Duell.

Seit Februar konzentriert sich Loeb wieder voll und ganz auf seine Aufgabe in der Tourenwagen-WM (WTCC). Beim Saisonauftakt in Argentinien konnte der 41-Jährige das zweite Rennen gewinnen, doch seither ist Loeb praktisch chancenlos gegen seinen Citroen-Teamkollegen Jose-Maria Lopez. Würde es Loeb nicht wieder reizen, in den Rallye-Boliden zu steigen und Ogier herauszufordern?

"Im Moment gibt es keine Pläne", sagt Loeb am Rande des WTCC-Rennens auf dem Nürburgring. Trotzdem schließt er ein Rallye-Comeback nicht kategorisch aus: "Alles ist möglich. Ich habe Monaco sehr genossen, aber meine Priorität ist ganz klar die WTCC. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, dann warum nicht? Ich weiß es nicht."

Loeb ist ein Vollgastier, ein Allrounder, der praktisch alle Rennfahrzeuge am Limit fahren und phänomenal beherrschen kann. Mit seiner Frau Severine nahm er schon oft an nationalen Rallyes teil. Außerdem ist Loeb schon diverse Rennen auf der Rundstrecke gefahren. "Vielleicht fahre ich noch Rennen im Supercup oder im GT-Cup in Frankreich", lässt er für die kommenden Monate offen. "Vielleicht etwas in diese Richtung, aber etwas anderes wird es wahrscheinlich nicht werden."

Trotz seiner Auftritte in unterschiedlichen Serien wird der Name Loeb für immer mit der Rallye-WM verbunden sein. Das gilt auch für einige Traditionsrallyes. Die Rallye Frankreich kehrt in diesem Jahr wieder zu ihren Wurzeln zurück und wird auf Korsika ausgetragen. In der nahen Zukunft könnte es einige Veränderungen im Kalender geben. Auch Loeb ist zu Ohren gekommen, dass die Rallyes in Deutschland und Großbritannien auf der ersten Liste des WRC-Promoters nicht aufscheinen.

Die Rallye Neuseeland hat ebenfalls nicht das Comeback geschafft. Das mögliche Fehlen dieser Veranstaltungen gibt auch Loeb zu denken: "Natürlich habe ich gute Erinnerungen an Deutschland. Es waren auch immer viele Leute aus dem Elsass dort und die Atmosphäre war großartig. In Neuseeland war es auch immer großartig zu fahren. Vielleicht ist die Rallye dort nicht so populär. Es ist nicht meine Entscheidung, aber ich habe diese Rallye sehr genossen."

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