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Mads Östberg fuhr im Vorjahr in Sardinien als Zweiter aufs Podest
Mads Östberg fuhr im Vorjahr in Sardinien als Zweiter aufs Podest © Citroen

Citroen rechnet sich wegen der schwierigen Bedingungen auf Sardinien viel aus: Mads Östberg und Kris Meeke wollen Volkswagen herausfordern

Mit insgesamt fünf Siegen ist Citroen der erfolgreichste Hersteller, seit die Rallye Italien auf Sardinien ausgetragen wird. Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb gewann in den Jahren 2005, 2006, 2008 und 2011. Mikko Hirvonen war 2012 bislang der letzte Sieger für den französischen Hersteller auf der Mittelmeerinsel. Auch wenn sich Citroen zuletzt in Portugal Volkswagen beugen musste, ist das Team zuversichtlich, denn die Schotter-Abstimmung ist für Sardinien ähnlich wie in Portugal. Dort konnte Kris Meeke Prüfungsbestzeiten setzen und war lange im Kampf um die Podestplätze dabei.

Da die Rallye Italien am kommenden Wochenende mit einigen neuen Prüfungen aufwartet und vor allem durch zwei sehr lange Etappen besticht, ist Erfahrung gefragt. Das ist seit vielen Jahren eine Stärke von Citroen. Außerdem hat der Doppelsieg bei der Rallye Argentinien gezeigt, dass der DS3 WRC technisch sehr zuverlässig ist. Das könnte beim Marathon auf Sardinien ein entscheidender Faktor werden.

Citroen-Teamchef Yves Matton baut auf diese Qualitäten seiner Mannschaft: "Wir haben sehr viel Erfahrung bei der Rallye Sardinien. Unsere Crews haben in der Vergangenheit sehr gute Leistungen gezeigt." Außerdem sollen sich auch die jüngsten Updates, die in Portugal eingeführt wurden, auszahlen. "Diese Upgrades werden in Italien einen Vorteil bieten. Die Herausforderungen sollten unseren Autos auch gut liegen. Wir wollen mit beiden Autos gute Ergebnisse holen und so viele Punkte wie möglich sammeln."

Sardinien markiert die Halbzeit der diesjährigen WM-Saison. Mads Östberg und Kris Meeke liegen in der Fahrer-WM auf den Plätzen drei und vier. Citroen ist bei den Herstellern Zweiter. Der Rückstand auf Volkswagen beträgt 43 Punkte. Meeke wird erst zum dritten Mal mit einem WRC-Boliden auf Sardinien antreten. Ein Topresultat schaffte er bisher nicht. Im Jahr 2005 belegte der Nordire in der JWRC den dritten Platz.

"Die Route ist 2015 ziemlich anders. Obwohl ich mit der Rallye relativ vertraut bin, denke ich, dass es für alle gut ist, dass es viele neue Prüfungen gibt", sagt Meeke, denn die Voraussetzungen sind damit für alle gleich. "Jeder startet mit einem neuen Aufschrieb. Es ist eine der schwierigsten Rallyes in der WM. Die Straßen sind sehr eng und es liegen viele Steine herum. Außerdem sind neben der Ideallinie nackte Felsen zu finden."

"Einige Abschnitte erinnern an einen Marathon. Außerdem wird die Hitze auch zu den Schwierigkeiten beitragen", erwartet Meeke eine harte Rallye. Mit seinem Sieg in Argentinien hat er bewiesen, dass er ähnliche Bedingungen meistern kann. "Seit Mexiko haben wir gezeigt, dass wir konstant an der Spitze mitkämpfen können. Wir wollen diese Form fortsetzen. Ein Podium wäre ein perfektes Ergebnis für uns."

Teamkollege Östberg kann bereits auf sieben Starts in Argentinien zurückblicken. Im Vorjahr wurde der Norweger hinter Weltmeister Sebastien Ogier (Volkswagen) Zweiter. "Es ist eine der Rallyes, die ich am besten kenne. Ich hatte hier in der Vergangenheit auch schon gute Ergebnisse", sagt Östberg zuversichtlich. "Die Route ist sehr technisch. Der Boden verändert sich oft und es gibt kaum Anhaltspunkte in der Landschaft. Deshalb muss man einen sehr präzisen Aufschrieb erstellen."

"Die Straßen sind sehr sandig, können stellenweise aber auch sehr hart sein. Die nackten Felsen und die Hitze bedeuten einen hohen Reifenverschleiß. Ich möchte die gleiche Pace wie in Mexiko und Argentinien zeigen und bis zum Ende an der Spitze mitkämpfen", nimmt sich Östberg vor. Außerdem kommt auf Sardinien wieder ein dritter DS3 WRC für Khalid Al-Qassimi zum Einsatz. In der WRC2 wird Nachwuchstalent Stephane Lefebvre zum ersten Mal mit der RRC-Version des DS3 antreten.

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