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M-Sport wartet noch auf den ersten großen Erfolg mit dem überarbeitetem Ford Fiesta
M-Sport wartet noch auf den ersten großen Erfolg mit dem überarbeitetem Ford Fiesta © xpbimages.com

Elfyn Evans und Ott Tänak freuen sich auf die schnellen Prüfungen in Polen - M-Sport hat nach Sardinien einen ausgedehnten Test absolviert

Die Rallye Polen am kommenden Wochenende ist die dritte für den technisch überarbeitenden Ford Fiesta RS WRC. M-Sport arbeitet fieberhaft daran, das Potenzial auszuloten. Im Anschluss an die Rallye Italien blieb das britische Team auf der Mittelmeerinsel und führte einen ausgedehnten Asphalt-Test durch. Obwohl die Rallye Polen ein Schotterlauf ist, konnten sich Elfyn Evans und Ott Tänak an die hohen Geschwindigkeiten gewöhnen, die in Polen erwartet werden.

"Es ist eine sehr schnelle Rallye und wird nach einigen langsamen Läufen ein kleiner Schock sein", blickt Evans auf Polen voraus. "Es ist immer eine Herausforderung, wieder diesen Rhythmus für schnelle Rallyes zu finden. Außerdem gibt es in diesem Jahr viele neue Prüfungen." Deshalb ist die Recce im Vorfeld extrem wichtig, um einen optimalen Aufschrieb zu erstellen.

Ist der Aufschrieb richtig, kann sich der Fahrer darauf verlassen und pushen. "Es kommt viel auf den Charakter und die Art der einzelnen Prüfungen an. Im Vorjahr sah man manchmal einen starken Säuberungseffekt, bei anderen Prüfungen wurden die Kurven mehr geschnitten und es wurde langsamer", beschreibt der Waliser. "Wir müssen abwarten, wie es in diesem Jahr ist, aber ich werde ohnehin in der Mitte des Feldes starten."

"Deshalb habe ich nicht den maximalen Vorteil vom Sauberfahren, aber wir sollten auch keinen zu großen Nachteil haben, sollten sich die Straßenverhältnisse verschlechtern. Ich denke, man hat bei den vergangenen Rallyes einige positive Aspekte erkennen können. Aus unterschiedlichen Gründen waren die Resultate nicht wie erwartet. Wir müssen uns auf die positiven Aspekte konzentrieren. Ich möchte die Rallye Polen genießen. Hoffentlich läuft es für uns."

Im vergangenen Jahr belegte Evans in Polen den fünften Platz. Sein Teamkollege Tänak gewann im Vorjahr die WRC2-Klasse. Nach durchwachsenen Ergebnissen in der ersten Saisonhälfte - Platz vier in Schweden war Tänaks bestes Resultat - sollen die Leistungen nun konstanter werden. "Ab jetzt habe ich bei den Rallyes mehr Erfahrung und die Strecken sind auch flüssiger zu fahren. Polen ist eine richtige Fahrer-Rallye."

"Ich habe schon immer schnelle Prüfungen genossen, obwohl wir jetzt schon länger nicht mehr auf solchen Straßen gefahren sind. Ich hoffe, dass wir einen guten Lauf haben und von den ersten Kilometern an voll pushen können", sagt Tänak im Vorfeld. Seine elfte Startposition könnte zu Beginn der Rallye vor allem in den Vormittagsschleifen am Freitag und Samstag ein Vorteil sein. Kleine Fehler müssen aber vermieden werden.

"Bei diesen Geschwindigkeiten muss der Aufschrieb sehr präzise sein, damit man hundert prozentiges Vertrauen hat. Fehler kann man kaum korrigieren. Jeder Zweifel kostet Speed und Zeit", weiß Tänak aus Erfahrung. "Wir stehen als Elfter an der Startlinie und müssen abwarten, ob das ein Vor- oder Nachteil ist. Die Straßen sind relativ weich. Hoffentlich behindert uns das in der zweiten Schleife nicht."

"Mein persönliches Ziel ist es, mich Rallye für Rallye zu verbessern. Seit wir das neue Auto in Portugal vorgestellt haben, wurde mein Gefühl immer besser. Wir müssen natürlich auf der Straße bleiben, es genießen und uns Schritt für Schritt verbessern, bis wir dort ankommen, wo wir hinwollen", so Tänak. Mit 23 WM-Punkten ist er nur WM-Elfter. Evans hält mit 53 Zählern den fünften Rang.

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