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Julien Ingrassia und Sebastien Ogier sind auf dem Weg zum dritten WM-Titel
Julien Ingrassia und Sebastien Ogier sind auf dem Weg zum dritten WM-Titel © xpbimages.com

Sebastien Ogier meistert auch den Härtetest auf Sardinien weltmeisterlich - Die Taktik und die fehlerfreie Leistung waren der Schlüssel zum vierten Saisonsieg

Sebastien Ogier setzte bei der Rallye Italien seinen Erfolgszug in Weltmeisterschaft fort. Der Volkswagen-Werksfahrer holte auf Sardinien seinen dritten Sieg in Folge. Nach sechs von insgesamt 13 WM-Rallyes in diesem Jahr stehen die Zeichen klar auf Titelverteidigung. Ogier feierte schon vier Saisonsiege und hat in der WM 66 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger. Bei der Rallye Italien fuhr Ogier einmal mehr makellos.

Er hatte zwar den Nachteil des "Straßenfegers" an den ersten beiden Tagen, doch er hielt den Rückstand auf die Spitze in Grenzen. Während die Konkurrenz reihenweise Probleme bekamen, gab es bei Ogier keine Dramen. Es gab keine großen Fahrfehler und auch der Polo R WRC lief wie ein Uhrwerk. "Es ist großartig! Ich habe dieses Ergebnis nicht erwartet", sagt Ogier nach der Siegerehrung. Wie im Vorjahr sprang er dabei ins Hafenbecken nahe des Podiums.

Ogier wettert schon seit Langem gegen die Startreihenfolge, denn diese Regel wurde seiner Meinung nach zu seinem Nachteil eingeführt. Der WM-Führende muss die ersten beiden Etappen als Erster in Angriff nehmen. "Ich habe erwartet, dass ich darunter leiden werde, aber am Ende sitze ich trotzdem in der Mitte der Pressekonferenz", lacht der zweimalige Weltmeister. "Das ist das beste Ergebnis, das man sich erträumen kann."

"Mein Plan war es, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen, um meine WM-Führung auszubauen. Jetzt habe ich einen unglaublich großen Vorsprung." Ogier sammelte auch die drei Bonuspunkte in der Powerstage und verlässt Italien mit dem Maximum von 28 Zählern. "Solange ich nicht als Weltmeister feststehe, muss ich die meisten Punkte mitnehmen. In diesem Sport kann alles passieren. Im Moment läuft alles gut. Ich habe Selbstvertrauen und ein gutes Gefühl im Auto. Ich hoffe, dass sich daran nichts ändern wird."

Die Startreihenfolge hat in der ersten Saisonhälfte nichts an seiner Dominanz geändert. Einfach ist es für Ogier dennoch nicht: "Natürlich war es schwierig. An der Spitze muss man konzentriert sein und darf nicht zu viel Zeit verlieren. Geholfen hat, dass wir öfter als gedacht die weichen Reifen benutzen konnten. Normalerweise ist der Schotter dafür zu heiß. Wir konnten sie aber verwenden und hatten damit etwas mehr Grip im losen Schotter. Die gute Reifenstrategie hat uns etwas geholfen."

"Wenn man eine so lange Rallye mit 400 Kilometern an drei Tagen und 1.500 Kilometern insgesamt bei dieser Hitze fährt, kann man keine perfekte Rallye fahren. Wir sind eine gute Rallye gefahren. Nicht perfekt, denn es gab kleine Fehler", so Ogier. "Wir mussten diesmal viel nachdenken. Beim zweiten Mal war die Prüfung sehr hart und man musste auf die Reifen und das Auto achtgeben. Am Samstagnachmittag haben wir es sehr gut gemacht. Wir hatten ein perfektes Auto von einem perfekten Team. Auch die Wettervorhersage hat sehr gut funktioniert."

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